Arbeiten abgeschlossen

Slackline, Osterfeuer & Rutsche: Mehrgenerationenpark ist fertig

Mehrgenerationenpark Oberbrügge
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Hoch hinaus: Jürgen Wichert (rechts) und Roland Pfeiffer freuen sich über das abwechslungsreiche Angebot, das der Mehrgenerationenpark liefert.

Die Arbeiten im Mehrgenerationenpark in Oberbrügge sind abgeschlossen. Für viele Interessen finden sich Stationen - von Fitness und Schach bis hin zu Feuerstelle und einem Trampolin.

Halver – Betritt man den Mehrgenerationenpark hinter dem Bürgerhaus in Oberbrügge, dann sind auf den ersten Blick Sportplatz, fußballspielende Kinder und viel Grün zu sehen. Die neu gestaltete Anlage hält für alle Altersgruppen viele abwechslungsreiche Angebote bereit. Deutlich wurde das bei einer Begehung mit Jürgen Wichert, 1. Vorsitzender des Aktionsbündnis Oberbrügge-Ehringhausen, und Landschaftsarchitekt Roland Pfeiffer.

„Der Platz war da, die Landschaft war da“, erklärt Jürgen Wichert die Ausgangslage zur Parkidee vor gut vier Jahren. 2020 entstand dann in nur sechs Monaten der circa 19 000 Quadratmeter große Mehrgenerationenpark auf dem alten Platz aus den 70er- Jahren hinter der Grundschule am Nocken. Richtig fertig wurde die Anlage dann vor zwei Monaten. Wegen der Wetterverhältnisse konnte der orangefarbene Kunststoffbelag nur mit Verspätung auf dem Sportplatz aufgebracht werden. Damit sind die Baumaßnahmen vonseiten der Stadt beendet.

Stahlpoller zum Schutz der Bäume

Es ist ein multifunktionaler Ort geworden – mit einigen Überraschungen. „Diese Stelle im Rasen ist extra für ein Osterfeuer angelegt worden”, sagt Roland Pfeiffer und zeigt auf eine schwer erkennbare kreisrunde Fläche im Rasen. Ein spezieller Belag unter dem Rasen macht künftig so ein großes Feuer im Park möglich. Kleine Stahlpoller in der Wiese sind Slackliner (Balancieren auf einem Seil) gedacht. Auf diese Idee sei man gekommen, weil damals ein Slackliner sein Band zwischen zwei Bäumen gespannt habe, sagt Roland Pfeiffer. Mit den Stahlpollern sei das nun baumfreundlicher.

Die Slackline-Poller laden zu akrobatischen Balancierübungen ein.

Dann zeigt Jürgen Wichert auf eine rechteckige Fläche, kombiniert mit einer kleinen, kreisrunden Fläche aus grauem Kies. Diese Fläche könne für Kugelstoßen und für Boule gleichermaßen genutzt werden.

Direkt in der Nachbarschaft stehen zwei neue Holzhütten. Drumherum neu gepflanzte Kastanien. „Das wird der Dorfplatz für Feste wie den Martinsmarkt von den Vereinen und andere Events“, sagt Jürgen Wichert. Eine weitere, größere Hütte soll noch dazu kommen: fünf mal zehn Meter groß für Veranstaltungen. Gebaut werde die aber erst, „wenn wieder Geld vorhanden ist“, sagt Jürgen Wichert. Rund 15 000 bis 20 000 Euro koste so eine Hütte.

Beschäftigung für Kinder

Während die Eltern feiern, können die Kinder spielen: auf der neuen Rutsche – die alte Rutsche wurde in das Gelände der Kita Wunderland integriert – oder im Kletternetz.

Ein blau-weißer Bauwagen soll Jugendlichen im angrenzenden Jugendtreff „Die Insel“ zur Verfügung stehen. „Die Jugendlichen sollen den Bauwagen nach ihren Vorstellungen gestalten“, erklärt der 1. Vorsitzende.

Direkt am Dorfplatz befindet sich auch ein Open-Air-Schachbrett. Die Schachfiguren fehlen noch – ein Sponsor wird gesucht. Man blickt auf das Atrium, eine mit Bänken in den Boden eingelassene kleine Arena. Normalerweise hängt dort auch ein weißes Sonnensegel, doch das wurde schon Opfer eines Kinderstreiches. „Kinder haben Steine auf das Sonnensegel geworfen. Dann kam der Regen. Das Segel hing durch“, erzählt Roland Pfeiffer. Man habe das jetzt entfernt, weil es bereits zum zweiten Mal beschädigt worden sei. „Das Sonnensegel wird nur noch bei konkretem Bedarf aufgehängt“, ergänzt der Landschaftsarchitekt.

An der bunten Kletterwand können sich die Generationen austoben.

Ein kleiner Weg startet nur unweit des neuen Dorfplatzes und führt ein Mal um die gesamte Anlage. Am Sportplatz startend steht der Spaziergänger nach nur rund 200 Metern im Feuchtbiotop mit Holzbrücken und Bach. Die kleine Schlemme fließt über das Gelände und speist den Teich in der Mitte der Parkanlage.

Auch dieser wurde Opfer des Hochwassers am 14. Juli. Der Teich lief über, das Wasser riss ein Stück Gelände mit sich. Der Schaden istgering. Früher, sagt der Landschaftsgestalter, sei der Bereich an der kleinen Schlemme sehr matschig und schlammig gewesen. Wegen des Wassers, das durch starken Regen vom Hang aus auf das Gelände hinunterläuft. Dann zeigt er wieder auf ein Detail am Boden. Ganz unscheinbar ist eine Rigole (Barriere gegen Wasser) angelegt worden, die in Zukunft das Einlaufen von Wasser verhindern soll.

Wanderwege passieren den Park

Von dem Pfad aus führen die Wanderwege A10 und H ab. Zur SGV-Wanderhütte sind es circa 30 Minuten vom Park aus. Ein Volleyballfeld erstreckt sich auf einer Wiese. Die Stahlpfosten können abgebaut werden, damit die Wiese zum Beispiel einem Zirkuszelt zur Verfügung steht. Sogar auch Kletter-Anfänger kommen auf ihre Kosten: Eine kleine Kletterwand bietet Trainingsmöglichkeiten. Sicheres Flanieren ist abends möglich: Bis 22 Uhr ist der Pfad auf der Anlage beleuchtet. Auch Fittnesstraining kann absolviert werden, denn der Pfad ist gleichzeitig auch ein Bewegungsparcours mit fünf robusten Fitnessgeräten aus Stahl.

„Der Weg um die Anlage herum ist genau 400 Meter lang”, erklärt der 1. Vorsitzende des Aktionsbündnisses. Wenn man also Leichtathletik trainieren möchte, könne man das hier auf dieser Anlage gut tun. Zudem ist eine 100-Meter-Bahn in den Sportplatz mit Fußballtoren und Basketballkörben integriert. „Der Zaun ist übrigens schallgedämpft“, erklärt Roland Pfeiffer und zeigt auf kleine Gummistücke, die in den Zaun eingebaut wurden. „Damit das nicht so laut scheppert, wenn Fußbälle dagegen donnern. Ich wohne hier in der Nähe“, sagt er und lächelt. Fehlt noch etwas? In Zukunft solle noch ein Dorfcafé im Bürgerhaus entstehen, sagt Jürgen Wichert und ergänzt: „Ist schon bewilligt. Wir warten nur noch auf die Handwerker.“

Zu den Gesamtkosten des Projekts Mehrgenerationenpark können noch keine Angaben werden. Die Maßnahme sei noch nicht abgeschlossen, heißt es vonseiten der Stadt Halver. Geplant war das Projekt mit 500 000 Euro.

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