Mehrere Halveraner warten auf Mülltonnen

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Müllsack statt Mülltonne – es sind noch einige Halveraner, die auf die Auslieferung der schwarzen und grünen STL-Tonnen warten.

Halver - Salvatore und Andrea Librizzi sind nicht alleine. Ihr Müll-Problem teilen sie mit anderen Halveranern. Auf die Berichterstattung vom Mittwoch meldeten sich betroffene Bürger in der Redaktion, die ebenfalls seit mehreren Wochen auf die Auslieferung der STL-Mülltonnen warten.

Von Friederike Domke

Zum Hintergrund: Andrea und Salvatore Librizzi meldeten sich in der Redaktion des Allgemeinen Anzeigers, weil sie seit nunmehr zwei Monaten auf die grüne und schwarze Tonne des Stadtreinigungs- und Transportbetriebs Lüdenscheid (STL) warten. Den Rest- und Papiermüll lagern sie bis zur Abholung in Säcken im Keller. Die Bericherstattung trat zumindest eine kleine Lawine los.

Peter Eicker, Inhaber der gleichnamigen Härterei am Weißenpferd, wartet ebenfalls seit Dezember auf die schwarze STL-Tonne. In seinem Unternehmen fallen zwischen zwei Abfuhrterminen rund zehn blaue Abfallsäcke mit Restmüll an. Die lagert er zunächst im Betrieb und stellt sie später an die Straße.

„Wenn man die STL-Mitarbeiter aber nicht nochmal darum bittet, die Säcke mitzunehmen, lassen sie sie liegen“, sagt Eicker. Auch er hat bereits schon mehrere Male mit den Mitarbeitern der Stadt Halver Kontakt aufgenommen. „Bisher wurde ich nur vertröstet.“

Immerhin kann Peter Eicker den Papiermüll ordnungsgemäß entsorgen – ihm fehlen lediglich die schwarzen Tonnen. Zwei benötigt er für die Müllentsorgung der Härterei, eine steht den Bewohnern der Mietwohnung zu. Die sammeln derzeit ebenfalls den Restmüll in Säcken und bringen ihn bei Abholung zu Verwandten. Eicker: „Das ist so nicht hinzunehmen!“

„Verbindliche Aussagen kann niemand machen“

Das findet auch Siegfried Rafflenbeul, der seit dem Wechsel des Abfallunternehmens von Lobbe zu STL zu Beginn des Jahres auf die schwarze und grüne Tonne wartet. „Ich wurde bisher seitens der Stadt immer vertröstet. Es passiert einfach nichts. Niemand bei der Stadt kann verbindliche Aussagen machen.“

Auch er kennt das Problem, dass blaue Müllsäcke, die er zur Abholung an die Straße stellt, nicht immer mitgenommen werden. Immerhin muss Rafflenbeul den Rest- und Papiermüll nicht im Keller lagern, sondern kann auf seine Garage ausweichen.

Persönlich und am Telefon ist auch Rainer Brandt schon bei den zuständigen Mitarbeitern der Stadt Halver vorstellig geworden. Der Inhaber des gleichnamigen Reisebüros teilt das lange Warten auf die STL-Mülltonnen mit seinen Mitbürgern. Und auch in diesem Fall gleicht sich der Ablauf: Der Müll wird zunächst gelagert und dann in Säcken an die Straße gestellt. Oftmals, so Brandt, benötige es eine zusätzliche Aufforderung, damit die Tüten mitgenommen und entsorgt werden. „Wann ich die Tonnen bekomme, kann mir bei der Stadt bislang niemand sagen. Das ist angesichts der Dauer mittlerweile wirklich ärgerlich.“

Zu viele Tonnen am Rosenweg

Und während manche Halveraner scheinbar vergeblich auf ihre Müllbehältnisse warten, haben andere offenbar zu viele geliefert bekommen. Zwei Mülltonnen an der Frankfurter Straße warten noch darauf, mit Müll beladen zu werden. Ein kleiner Aufkleber – angebracht von STL – verrät zudem, wohin die Tonnen eigentlich gehören: an den Berliner Platz 8. Der Hausbesitzer des Hauses an der Frankfurter Straße hatte der Stadt Bescheid gegeben. Noch, so teilt uns eine Leserin mit, stehen die zwei Tonnen aber dort.

Und auch die Bewohner des Rosenwegs konnten über zu wenige Mülltonnen bis vor einigen Wochen nicht klagen. „Einfach abgestellt“ konnten sie keinem Haushalt zugeordnet werden. Schließlich hatten die Mitarbeiter des Baubetriebshofes ein Einsehen. „Als sie dort zufällig die Sträucher schnitten und die leeren Mülltonnen vom Wind umhergeweht wurden, nahmen sie sie kurzerhand mit“, teilt uns eine Leserin mit. Vielleicht lohnt sich dort ein Anruf? Telefon 0 23 53/66 52 75.

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