Hegering rät zur Vorsicht

Vorsicht: Rehe rennen einfach über die Straße

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Während der Blattzeit sind Rehe auch tagsüber aktiv und vergessen schnell die Gefahr, die von einer Straße ausgeht.

Halver - Um Kollisionen mit Rehen während der momentanen Paarungszeit zu vermeiden, rät der Hegering Halver aktuell zu besonderer Vorsicht auf den Straßen.

Die eigentlich dämmerungsaktiven Rehe sind jetzt aktiv, denn sie haben jetzt im Juli und August Paarungszeit, auch Blattzeit genannt. Wie der Hegering Halver in einer Pressemittelung erläutert, folgt der Rehbock in der Paarungszeit auch tagsüber der Ricke seiner Begierde über viele Kilometer und gönnt sich kaum eine Pause – dabei queren sie auch häufiger als sonst die Straßen. 

„Voller Gedanken an seine Herzdame vergisst der Bock schnell die Gefahr, die von einer viel befahrenen Straße ausgeht. Um unnötiges Tierleid zu vermeiden, bitten wir gerade in dieser Zeit um erhöhte Aufmerksamkeit im Straßenverkehr“, warnt Bernd Volkenrath, Vorsitzender des Hegerings Halver.

Was passiert, wenn es zu einem Unfall kommt?

Falls es doch zu einem Unfall kommt, sollte unbedingt die Polizei verständigt werden. Die Beamten kontaktieren dann den zuständigen Jagdausübungsberechtigen in dem jeweiligen Jagdrevier. „Auch wenn bei Ihrem Fahrzeug kein Schaden entstanden und das Tier weggelaufen ist, begehen Sie eine Ordnungswidrigkeit, wenn Sie den Unfall nicht melden“, sagt Volkenrath. 

Bei allen Paarhufern, dazu zählen Reh, Muffelschaf, Wildschwein und die Hirscharten, muss nach dem Landesjagdgesetz die Polizei gemeldet werden. Die zeitnahen Nachsuchen angefahrener Tiere liegen den Jägern sehr am Herzen, da die Tiere durch innere Verletzungen sonst oft qualvoll verenden. Zu diesem Zweck stehen in allen Jagdrevieren im Märkischen Kreis Hundegespanne zur Verfügung, die zeitnah helfen können. 

Wildunfällen vorbeugen 

Um Wildunfälle zu verhindern, rät der Hegering Halver dazu, die Fahrbahnränder genau zu beobachten und Wildwechselschilder zu beachten. Außerdem sollten Autofahrer den Sicherheitsabstand einhalten und bei Anblick eines Rehes mit weiterem Wild rechnen. Wenn Wild auf die Straße wechselt, sollte man die Geschwindigkeit reduzieren, hupen und abblenden. Auch den nachfolgenden Verkehr sollten Autofahrer beachten und an den eigenen Schutz denken. Ist eine Kollision nicht zu verhindern, ist ein frontaler Zusammenstoß mit einem Reh ungefährlicher, als etwa ein Seitenaufprall gegen einen Baum, betont der Hegering in seiner Mitteilung.

Verhalten bei einem Unfall

Wenn es zu einem Unfall kommt und man ein Tier angefahren oder überfahren hat, ist Folgendes zu tun: 

  • umgehend anhalten, Warnweste anziehen und die Unfallstelle absichern
  • bei Verletzten, diese versorgen
  • überfahrenes Wild von der Fahrbahn entfernen, wenn dies nicht möglich ist, kennzeichnen (Warndreieck, Blinklicht), . den Unfallort markieren
  • unverzüglich die Polizei und – gegebenenfalls über die Polizei – den Jagdausübungsberechtigten informieren, 
  • Wildunfall durch Unfallmeldung bestätigen lassen, damit eine Regulierung des Schadens durch die Versicherung möglich ist.

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