Oberbrügge: „Sentiris“ übernimmt Jugendtreff

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Halver/Oberbrügge - Die Sentiris gGmbH übernimmt künftig die offene Kinder- und Jugendarbeit in Oberbrügge. Das Jugendcafé Aquarium, das zuvor ein solches Angebot in beschränktem Umfang extern unterbreitet hatte, gewinnt damit zeitliche Ressourcen, im Wesentlichen für die aufsuchende Jugendarbeit.

Einer entsprechenden Vorlage stimmte am vergangenen Mittwoch der Jugendhilfeausschuss des Märkischen Kreises zu. Das Jugendamt des Märkischen Kreises ist zuständig für die Kinder- und Jugendarbeit und auch den Kita-Betrieb in den Städten und Gemeinden, die über kein eigenes Jugendamt verfügen. Die Stadt Halver betreibt bisher zwei Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit. Zum einen das Jugendcafé Aquarium in der Innenstadt und den Jugendtreff im Ortsteil Oberbrügge. Die Stelle der Fachkraft im Jugendtreff ist zurzeit vakant. 

Mit der Neukonzeptionierung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit sollen in Halver auch Angebote der aufsuchenden Jugendarbeit initiiert werden. Dazu stehen insgesamt drei Fachkraftstellen konzeptionell zur Verfügung. Im Jugendtreff Oberbrügge sollen neben den Personalstunden für die Offene Kinder- und Jugendarbeit auch Stellenanteile für die mobile/aufsuchende Jugendarbeit geschaffen werden. Die Räumlichkeiten im Bürgerhaus werden auch weiterhin genutzt. 

Für die gemeinnützige Sentiris gGmbH um Kristian Hamm, die aus dem Demenz-Kompetenz-Zentrum Waldfrieden hervorgeht, bedeutet die Übernahme der Jugendarbeit im Ortsteil die Abrundung des Portfolios. Sentiris übernimmt zum neuen Kindergartenjahr 2018/2019 ohnehin den Kindergarten in Oberbrügge in neu hergerichteten Räumen in der Grundschule. Die katholische Kirche hatte ihre Trägerschaft für die Kita St. Georg aufgegeben, während der Märkische Kreis die Notwendigkeit einer Kita im größten Ortsteil sah und einen Nachfolger suchte. Damit hält Sentiris Angebote für eine breite Altersspanne parat, und nicht zuletzt will man Hilfen auch für Ältere in Oberbrügge etablieren. Hamm geht nach den entsprechenden Einwohnerrichtwerten von einer halben Fachkraftstelle – Sozialpädagoge oder Sozialarbeiter – aus. 

Der Märkische Kreis setze in seiner Strategieplanung eher auf freie als auf kommunale Träger, sagt Bürgermeister Michael Brosch. Seit etwa einem halben Jahr gebe es die Überlegung und die entsprechende Abstimmung zwischen der Stadt, dem Leiter des Jugendtreffs, Arndt Spielmann, und dem Märkischen Kreis. Wichtig sei aus Sicht aller Beteiligten, dass es gelinge, die aufsuchenden Hilfen zu stärken und Jugendliche zu erreichen, die typischerweise eben keinen Jugendtreff aufsuchen.

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