Mehr als 100 Gäste bei „Singen! Frei Schnauze!“

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Weit mehr als 100 Musikbegeisterte aus Halver und Umgebung kamen zum Singen und toppten damit die Zahlen vom Vorjahr.

Halver - „Das habt ihr sehr schön gesungen!“ Albert Göken (Borken), Ehrenchorleiter des Gospelchors The Albert Singers, sparte am Samstag in der Aula an der Humboldtstraße beim „Singen! Frei Schnauze“ nicht mit Lob und Anerkennung.

Im zweiten Anlauf – nach krankheitsbedingter Absage im Januar – animierte der viel beschäftigte Chorleiter Sangesfreudige aus Halver und Umgebung zum Singen. Ob diese Chorerfahrung hatten oder nicht, spielte keine Rolle.

Den Vorjahreserfolg der Veranstaltung konnten die Halveraner dabei sogar noch toppen: Weit mehr als 100 Sangesfreudige ließen sich auf Rudelkaraoke im Stile von Katrin Höpker, die das Rudelsingen erfunden hat, ein und hatten einen Riesenspaß dabei.

Wie im Vorjahr war Rudolf F. Nauhauser, Saxophonist der Albert Singers, als Musiker und Impulsgeber mit an Bord. Vom Klavier aus dirigierte und motivierte Albert Göken seinen bunt zusammengewürfelten Chor, der sich an alles heranwagte und eindrucksvoll unterstrich, dass Singen in der Tat glücklich macht.

Ob Volkslied oder Schlager, Moritat oder Rocksong: Der gut gelaunten Gemeinschaft machte kein Genre Angst. Die Texte ließen sich bequem von der großen Leinwand ablesen. Nach anfänglichem Kampf mit den Tücken der Technik funktionierte die Texteinspielung.

Mit ihrem virtuosen Spiel holten Albert Göken und Rudolf F. Nauhauser den Chor in der jeweils richtigen Tonart, dem richtigen Tempo ab. Nach wenigen Takten hatten die Sänger eine Melodie im Ohr, den Rest trug die Gemeinschaft. Schief hin oder her – Hauptsache laut und fröhlich, so lautete die Devise.

Nicht nur Gassenhauer, die jeder auf Anhieb mitsingen kann, sondern auch durchaus schwierige, anspruchsvolle Stücke wie den Kriminaltango oder die Moritat von Mackie Messer hatte Göken für das „Singen! Frei Schnauze!“ ausgewählt. In drei Sets hieß er den großen Spontan-Chor Nenas „99 Luftballons“ auf Reisen schicken, Costa Cordalis „Anita“ schöne Augen machen und für Jürgen Drews das berühmte Bett im Kornfeld bauen.

Für die Volkslied-Fans im Saal war „Hoch auf dem gelben Wagen“ eine helle Freude. Wer eine härtere Gangart bevorzugte, fand sich bei „Smoke on the water“ bestens aufgehoben. Bekannt waren alle Titel, ob sie nun „Life is life“, „Rote Lippen soll man küssen“ oder „Sauerland“ hießen. Bei Kerzenschein und Kaltgetränken frönten die Rudelsänger ihrem Hobby.

Als es „Die Karawane zieht weiter“ hieß, waren Jung und Alt nicht einmal um eine Polonaise und eine improvisierte Choreographie verlegen. Im April stehen für die Albert Singers Auftritte in der Kreuzkirche Brügge und im „Stock“ an.

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