Überweg über Hagedornstraße

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Halver - Zum Teil mit sofortigen „verkehrlichen Anordnungen“ reagiert der Märkische Kreis nach einer Ortsbegehung in der vergangenen Woche auf Gefährdungsstellen für Passanten und Schüler in der Stadt und im Außenbereich. An drei Stellen sehen die Fachleute dringend Handlungsbedarf: an der Hagedornstraße, in Schwenke und im Bereich Bächterhof.

Wenige Tage nach der Veröffentlichung des Allgemeinen Anzeigers („Ein alter Mann wartet“) über die Querungssituation für Passanten über die Hagedornstraße in Höhe der Kreuzung Frankfurter Straße fand dort die Begehung statt. So bald als möglich soll an der Stelle, an der bereits der Bordstein abgeflacht ist, ein Fußgängerüberweg angelegt werden. Bis das aufgrund der Wetterlage geschehen kann, ist auch eine Übergangslösung möglich, sagt Lutz Eicker vom Ordnungsamt der Stadt Halver. 

Die neue Querungshilfe liegt etwa 15 Meter unterhalb des Kreuzungsbereichs. Der Antrag wird beim Straßenverkehrsamt kurzfristig gestellt. Anlass für die Sofortmaßnahme ist, dass Fußgänger den direkten Weg aus oder in die Stadt wählen und Umwege vermeiden wollen. Alternativ hätten sie drei Fußgängerampeln über Umgehungsstraße, Herpiner Weg und Frankfurter Straße benutzen müssen. Im gleichen Zuge soll für diesen Abschnitt der Hagedornstraße zwischen Einkaufszentrum und Kreuzung Frankfurter Straße Tempo 30 als Einzelfallregelung ausgeschildert werden. Entsprechende Vorstöße aus der Politik gibt es bereits länger, weil man dort mit Sorge rasende Fahrzeuge sieht. 

Handlungsbedarf in Schwenke 

Ebenfalls umgehend soll sich die Lage beim Schulweg in Schwenke ändern, den CDU-Ratsfrau Liane Bauer mehrfach angesprochen hatte. Schüler aus dem Bereich Eschen müssen dort die Straße Hohenplanken queren, die die Ortslage Schwenke nach Norden mit der Bundesstraße 229 verbindet, um zum Buswendeplatz Dienstühlen zu kommen. Bis zur Begehung durch Kreis, Straßen.NRW und Polizei hätte auf diesem Abschnitt mit breiten einmündenden Straße 100 gefahren werden dürfen. Dem haben die Verantwortlichen umgehend einen Riegel vorgeschoben. Seit Kurzem gilt dort Tempo 50. Und das ist nicht alles. Im weiteren Verfahren sollen auch Abbiegestreifen im Kreuzungsbereich eingezogen werden, um Tempo herauszunehmen und die Übersicht zu erleichtern. „Die Riesentrichter müssen weg, und es wird eine Aufstellfläche für die Schulkinder geschaffen“, sagt Eicker mit Blick auf die Schulwegsicherheit in diesem Bereich. 

Stillstand am Bächterhof 

Im Schulwegbereich Bächterhof hatte die SPD-Fraktion darauf gedrängt, den vorhandenen Tempo-30-Abschnitt über die bft-Tankstelle bis zur Mühlenstraße auszudehnen. Über diese Anregung muss noch durch das Straßenverkehrsamt entschieden werden. Die Erfolgsaussichten scheinen eher gering zu sein, da gesetzliche Vorschriften gegen eine solche Lösung sprechen. Allerdings soll die Tempo-30-Zone von 7 bis 17 Uhr zeitlich begrenzt werden, ebenfalls aufgrund rechtlicher Bestimmungen.

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