THW-Helfer aus Hochwasser-Einsatzgebiet zurück

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Straßenzüge der kleinen Stadt Wust wurden vor dem Wasser mit Sandsäcken geschützt.

HALVER/LÜDENSCHEID - Total erschöpft kehrten gestern die Halveraner THW-Kräfte aus dem Hochwasser-Einsatzgebiet bei Magdeburg zurück. Zuvor waren sie in der kleinen Stadt Wust aktiv, die durch den Deichbruch bei Fischbeck (wir berichteten) komplett unter Wasser stand.

Der Halveraner THW-Zugführer Matthias Oelke konnte jedoch zumindest von einem Teilerfolg berichten, der den 80 Einsatzkräften aus Halver, Lüdenscheid, Iserlohn, Altena und Balve gelungen sei. „Wir konnten eine Straße in Wust zumindest vorerst vor der Überflutung schützen.“ Dazu habe man unzählige Sandsäcke am Straßenverlauf platziert. Generell gestalte sich der Einsatz vor Ort jedoch als schwierig. „Der Lauf des Wassers ist leider unberechenbar. Daher ist es auch schwierig, geeignete Maßnahmen zu treffen“, so Oelke, der zwischenzeitlich die kommissarische Bereitschaftsführung aller Ortsverbände aus dem Geschäftsführungsbereich Dortmund übernahm. „Dieser hat schon von der Aktion Autofreies Volmetal Erfahrung im Führen einer solchen großen Mannschaft“, lobte der Lüdenscheider THW-Ortsbeauftragte Dieter Cordt im Gespräch mit den Lüdenscheider Nachrichten die Fähigkeiten seines Halveraner Kollegen.

Alle Einwohner der Stadt Wust mussten zwangsevakuiert werden. „So etwas Gewaltiges kann man vorher nicht proben - bei allen Übungen, die wir machen“. so Cordt weiter, der auch von Repressalien gedroht, falls ein THW-Helfer am kommenden Montag nicht wieder zur Arbeit komme. „Ob so ein Arbeitgeber weiß, dass er sich strafbar macht?“, ärgert sich der Lüdenscheider THW-Ortsbeauftragte. Ob die Einsatzkräfte erneut alarmiert werden, steht nicht fest. „Ausschließen kann man das nicht. Vielleicht, wenn es ans Aufräumen geht“, so Matthias Oelke. - my/zach

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