Prominente Gesprächsrunde zum Thema Ausbildung

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Halver - Was können Politik, Bundesagentur für Arbeit und Unternehmen tun, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken? Und wie kann die Arbeit untereinander verbessert werden, so dass noch mehr Jugendliche den Weg in eine Ausbildung finden?

Über diese und weitere Aspekte zum Thema Ausbildung berieten Vertreter des Märkischen Werks, der Bundestagsabgeordnete Dr. Matthias Heider und Mitarbeiter der Bundesagentur für Arbeit Iserlohn, darunter Leiterin Karin Käppel, am Mittwoch in den Geschäftsräumen des Märkischen Werks.

Heider: "Anreize schaffen und informieren."

„Kaum ein Jugendlicher kann im Alter von 14 Jahren ganz genau sagen, welchen Beruf er einmal ergreifen möchte. Deswegen ist es wichtig, dass Unternehmen Anreize schaffen und gezielt über das Ausbildungsangebot informieren“, sagte Heider.

Mit Erfolg vermitteln

Wie das gelingen kann, erläuterte Kerstin Willers, Personalleiterin beim Märkischen Werk. „Auf Messen sind unsere Auszubildenden am Stand präsent. Die Hemmschwelle für interessierte Mädchen und Jungen ist niedriger, wenn man jemanden im gleichen Alter ansprechen kann.“ Schülerpraktika und Kooperationen mit heimischen Schulen seien weitere Projekte, um Auszubildende für das Märkische Werk zu gewinnen. Zudem sei gute Zusammenarbeit mit der Bundesagentur entscheidend. Über die Online-Jobbörse und Empfehlungen der Agentur-Mitarbeiter würden junge Menschen den Weg ins Unternehmen finden. Erst am Dienstag wurde so die letzte Ausbildungsstelle zum Zerspanungsmechaniker erfolgreich vermittelt.

Die Konkurrenz ist groß

Bei der Werksbesichtigung präsentierten Bruno Posset (l.) und Christiane Dahlhaus (r.) ihren Gästen die neue Presse.

„Viele Jugendliche bevorzugen eine kaufmännische Ausbildung, ein Großteil aller Abiturienten geht studieren und große Unternehmen bieten Trainee-Programme und Duale Studiengänge an“, nannte Geschäftsführerin Christiane Dahlhaus Gründe dafür, dass es schwieriger geworden sei, eine gewerbliche Ausbildungsstelle zu besetzen. Außerdem schrecke die Verkehrsanbindung ans Sauerland potenzielle Bewerber von außerhalb eher ab.

Netzwerk weiter ausbauen

„Jeder junge Mensch möchte beruflich irgendwo ankommen. Auf dem Weg dorthin braucht es Unterstützung“, sagte Gabriele Konopka vom Arbeitgeberservice der Bundesagentur. Sie ist zuständig für den Standort Halver und Ansprechpartnerin für Unternehmen, die auf der Suche nach Auszubildenden sind. Konopka möchte das Netzwerk bestehend aus Schulen, Unternehmen und Bundesagentur weiter ausbauen.

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