Coronavirus

Maskenpflicht an Schulen: Schulleiter richten Appell an die Schüler

Schüler sitzen in der Humboldtschule Halver mit ihren Eltern zum Schulstart im Klassenraum mit Mund-Nasen-Schutz
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Schüler sitzen in der Humboldtschule Halver mit ihren Eltern zum Schulstart im Klassenraum mit Mund-Nasen-Schutz

Halver - Die Aufhebung der Maskenpflicht an Schulen sorgt bei den Schulleiter für Unverständnis. Während des Unterricht muss ein Mund-Nasen-Schutz nicht mehr getragen werden, aber die Leiter richten einen Appell an die Schüler.

Einen Tag vor Aufhebung der Maskenpflicht im Unterricht weiterführender Schulen lagen den Schulleitern gestern keinerlei offizielle Informationen zum Sachverhalt vor. Das gilt sowohl für das Anne-Frank-Gymnasium (AFG) wie auch für die Humboldtschule in Halver.

Der Schulleiter der Humboldtschule in Halver, Reiner Klausing, möchte in Absprache mit der Schulpflegschaft die Möglichkeit eröffnen, das Maskentragen anzuordnen, wenn der Mindestabstand nicht gewährleistet ist.

Der neuen Regelung, die Ministerpräsident Armin Laschet bereits am vergangenen Donnerstag angekündigt hatte, werde man selbstverständlich folgen, betonten Paul Meurer (AFG) wie auch Reiner Klausing (Humboldtschule).

Appell an die Vernunft

Bislang galt die Maskenpflicht an Haltestellen, im Bus, auf Fluren, im Gebäude und in Klassen. Auch wenn sie am Platz nun abgenommen werden dürfen, appelliere er an die Vernunft der Schüler, den Nasen- und Mundschutz weiter aufzusetzen, sagt Meurer. Er halte die bisherige Regelung aber im Grunde für gut. Die weitaus höhere Infektionsgefahr sieht der Leiter der 850 Schüler starken Schule im Freizeitverhalten außerhalb des Schulbetriebs, wo Abstands- und Maskenregelung nicht konsequent durchgehalten würden. „Da müssen auch die Eltern mitmachen“, stellt Meurer mit Blick auf die Verantwortlichkeiten fest.

Der Informationsfluss aus Düsseldorf an die Schulen, die letztlich die Entscheidungen umsetzen müssten, trifft auch bei Reiner Klausing auf Unverständnis. Er verweist allerdings auf die drohende Kollision zwischen Maskenpflicht und Fürsorgepflicht. Das gelte für den Fall von Kolleginnen, die zur Risikogruppe zählten, trotzdem aber unterrichteten, weil durch die Maske auf Schülerseite ein Schutz gegeben sei.

Coronavirus in Halver: Masken, wenn Mindestabstand nicht gewährleistet ist

In Absprache mit der Schulpflegschaft der Humboldtschule werde man die Möglichkeit eröffnen, dass das Maskentragen angeordnet werden könne, wenn der Mindestabstand nicht gewährleistet werden kann. Und klar sei auch: „Wir werden Schülern nicht untersagen, die Maske zu tragen“, sagte Reiner Klausing weiter. An beiden weiterführenden Schulen gab es zum Schulstart nach den Ferien Infizierte.

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