Marode Straßen sind „Minentestgelände“

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Sanierungsbedürftig ist auch die Straße „Weißenpferd“.

Halver/Oberbrügge -  Die Reaktionen unserer Leser auf den Bericht über die Straßenzustände von Mittwoch, 30. Juli, machen eines deutlich: Die Problematik in Halver und auch in Oberbrügge ist präsent. Viele Zuschriften haben uns in diesen Tagen erreicht.

Von Friederike Domke

„Meine Federn am Auto stöhnen auch immer und sind nun sogar gebrochen“, schreibt AA-Leserin Tina Wieloch. Mehrmals täglich fahre sie die Hagedornstraße/Oesterberg als auch am Weißenpferd.

Die Flickenteppiche und Patchworkmuster auf Halvers Straßen erregen die Gemüter: Von tiefen Schlaglöchern über abgesackte Gullis oder abgebrochene Bordsteinkanten ist alles dabei. Vor vielen Haustüren ist das Bild alles andere als zufriedenstellend. Ob per E-Mail, Post, übers Telefon oder auf Facebook – viele Bürger machten ihrem Ärger Luft.

Als „Minentestgelände“ bezeichnet Facebook-Nutzer „Phi Lip“ die Straßen in Halver und Oberbrügge und schreibt weiter: „...Straßen sind das nicht“.

„Wenn man nach der Finanzlage der Stadt Halver geht, fahren wir bald auf Trampelpfaden. Aber ich wollte immer schon mal Offroad fahren“, kommentiert Patrick H. ebenfalls im sozialen Netzwerk Facebook. „Da sind mir teilweise schon Feldwege lieber“, lautet die Meinung von Karsten B..

Konkrete Beispiele für die zum Teil miserable Asphalt-Situation gaben Leser auch übers Telefon ab. So berichtete eine Bürgerin, dass die Situation in der Eichendorffstraße unhaltbar sei. Vor Ort wurde deutlich: Schlaglöcher und Flickenteppich-Design sind hier ebenso zu finden, wie an der Mozartstraße.

In Oberbrügge, so informierte uns ein Leser, sei vor allem der Staklenberg betroffen. „Die Regenrinne bricht heraus.“ Er stellt infrage, ob die Straße für den Busverkehr, der die Umleitung während der Heerstraßensperrung über den Staklenberg nehmen muss, ausgelegt sei.

Dirk Haase berichtet auch von der Straße „Am Nocken“, dass sie „in einem sehr schlechten Zustand“ sei und schreibt in einer E-Mail an unsere Zeitung weiter: „Ein Hinweis per E-Mail dazu an den Bauhof blieb leider unbeantwortet. Eine Einladung des Ratsherrn aus unserem Wahlkreis zu einer Vorortbesichtigung blieb unbeantwortet.“

Nach einem Wasserrohrbruch sei zwar ein 13 Mal 2 Meter großes Stück Straße erneuert worden – die Schlaglöcher direkt daneben aber blieben. „Hier fragt man sich schon als Bürger, warum die Stadtwerke Halver als Auftraggeber sich hier nicht besser mit der Stadt Halver absprechen können, damit hier mit wenigen Mitteln die Straße hätte repariert werden können.“ Dank eines Kontaktes zu einem sachkundigen Bürger seien, so berichtet Dirk Haase weiter, zwischenzeitlich vier Schlaglöcher ausgebessert worden.

„Als ich vor zehn Jahren für meine Garageneinfahrt die Randsteine vom Bürgersteig durch ein Tiefbauunternehmen absenken ließ, bekam ich kurze Zeit später einen ‘blauen Brief’ von der Stadt. Die Stoßkanten, circa ein bis zwei Millimeter breit, wurden nicht richtig eingeschlemmt. Dies musste sofort nachgeholt werden. Wenn heute die Bürgersteige komplett abgebrochen sind, scheint das für die Stadt jetzt nicht mehr wichtig zu sein“, wundert sich der Oberbrügger.

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