Kommunalwahl 2020

Bürgermeisterwahl: Markus Tempelmann tritt an

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Werner Lemmert (UWG), Julia Wolf (CDU), Dr. Sabine Wallmann (UWG), Markus Tempelmann, Sascha Gerhardt (FDP), Matthias Clever (Grüne) und Martina Hesse (CDU) bei der Bekanntgabe ihres gemeinsamen Bürgermeisterkandidaten (von links).

Halver - Vier Fraktionen gehen mit einem gemeinsamen Kandidaten in die Bürgermeisterwahl. Kämmerer und Beigeordneter Markus Tempelmann soll am 13. September den amtierenden Bürgermeister Michael Brosch aus dem Amt drängen.

Am Donnerstagnachmittag gab Tempelmann gemeinsam mit den Fraktionsspitzen von CDU, UWG, Grünen und FDP seine Entscheidung für die Kandidatur bei den anstehenden Kommunalwahlen bekannt. 

Mit diesem Sachstand ist klar, dass es in Halver für diesen Wahlgang auch kaum eine Stichwahl geben wird. Weitere Bürgermeisterkandidaten sind nicht bekannt. Tempelmann bringt politische Erfahrung als Kreistagsabgeordneter im Ennepe-Ruhrkreis mit. Er ist Mitglied der CDU, tritt aber ausdrücklich für die vier genannten Fraktionen an. 

Für Brosch bleibt SPD "Hausmacht"

Noch kürzlich hatte die CDU die Nominierung ihres Kandidaten für Ende April terminiert. Bürgermeister Michael Brosch bleibt nach dieser Konstellation allein die SPD Halver als seine „Hausmacht“. Die UWG, drittstärkste Fraktion im Halveraner Rat, hatte sich bei der letzten Wahl im Jahr 2015 überraschend für Brosch starkgemacht und möglicherweise damit die Entscheidung herbeigeführt. Der damalige Amtsinhaber Bernd Eicker hatte danach seinen Posten räumen müssen. Nun rückt die UWG von ihrer früheren Unterstützung Broschs ab und favorisiert nun Tempelmann. 

Markus Tempelmann tritt als Bürgermeisterkandidat an.

In der laufenden Legislaturperiode war es zwischen den höchstrangigen Vertretern der Halveraner Stadtverwaltung zu unterschiedlichen Auffassungen gekommen, die sie auch öffentlich vertreten hatten. Dabei ging es um Fragen wie die Flächenausweisung für sozialen Wohnungsbau oder zuletzt um die Frage nach dem Umgang mit der Windkraft.

„Die Halveraner sollen wissen, was sie mit mir bekommen"

„Die Halveraner sollen wissen, was sie mit mir bekommen und wofür ich inhaltlich konkret stehe“, sagt Markus Tempelmann. Als Beispiel für so eine Konkretisierung nennt er eben diese Ausweisung von Vorrangflächen für Windräder. Dadurch habe die Stadt die Planungen in der Hand. Dies sei die einzige Möglichkeit, Bürger vor Ort zu beteiligen. Die Wertschöpfung solle möglichst vor Ort bleiben. Brosch hingegen favorisiert nach eigenen Angaben eher eine Privilegierung derartiger Anlagen auf dem Stadtgebiet.

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