Markante Reden eines Ehrenbürgers

Stellten am Mittwoch das Buch „Suchet der Stadt Bestes…“ vor: (von links) Werner Turck, Peter Bell, Protagonist Günther Vahlefeld, Christa Knitter, Yvonne Pfannschmidt und Wilhelm Helbert. ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ Wer sich mit der jüngeren Geschichte Halvers beschäftigt, stößt immer wieder auf einen Namen: Günther Vahlefeld. Seine Verdienste für die Stadt sind unbestritten, seine politischen Leistungen über Parteigrenzen hinaus anerkannt. Kurz vor seinem 86. Geburtstag wird das Wirken des ehemaligen Bürgermeisters und heutigen Ehrenbürgers in besonderer Weise gewürdigt – mit einem Buch.

Auf 140 Seiten hat die ehemalige AA-Redakteurin Christa Knitter die 23 bemerkenswertesten Reden des UWG-Urgesteins zusammengestellt und den zeitlichen Kontext kurz umrissen. Bei der Durchsicht von fast 40 Manuskripten sei das besondere Talent Günther Vahlefelds erneut deutlich geworden. Wenn es auch anstrengender sei, Reden zu lesen als ihnen zuzuhören, so seien alle Texte doch von speziellen Merkmalen geprägt, so Knitter: „Sie sind feinsinnig, fast alle durchzieht ein roter Faden.“ Ob es um den Abschied frischgebackener Abiturienten geht, die Einweihung der Altentagesstätte oder auch den 60. Geburtstag von Werner Turck: Allen Reden wohnt der Wunsch Vahlefelds inne, sich mit dem Anlass ausgiebig zu befassen, ehe er auch nur die Gefahr eingeht, sich zu wiederholen oder in Allgemeinplätzen zu verlieren.

Für die Illustration des Werks sorgte eine weitere Kollegin des AA: Yvonne Pfannschmidt. Sie skizzierte mit spitzer Feder – passend zur jeweiligen Rede – die Stationen Vahlefelds und erntete dafür ebenso den Dank dessen „politischen Ziehsohns“, Werner Turck, wie Christa Knitter sowie die Heimatverein-Vorsitzenden Wilhelm Helbert und Peter Bell.

Wer sich gerne an die bewegten Jahre mit dem Amtsträger Günther Vahlefeld erinnert, wer einen Zeitsprung machen will in Halvers 1970er bis -90er Jahre, für den gibt es an dieser Redensammlung kein Vorbeikommen. Soll es auch ab heute für 6,50 Euro im Kö-Shop erhältlich sein, so hat manch ein Kommunalpolitiker sowie UWG-Mitglied und -Freund das Werk bereits vor sich liegen: als Jubiläumsgeschenk zum 50-jährigen Bestehen der UWG Halver. Dabei betont Werner Turck als deren 1. Vorsitzender, dass es sich mitnichten um ein „UWG-Buch“ handele. Denn: „Günther Vahlefeld hat es weitestgehend vermieden, sich als UWG-Politiker zu positionieren.“ Stattdessen habe er – getreu seines Mottos – stets „der Stadt Bestes“ gesucht. Nicht ohne Grund trägt das Buch eben jenen Titel.

Und fernab des UWG-Jubiläums passt es ins Bild, dass auch der Förderkreis der Diakonie in Halver und Schalksmühle einen Anlass bot, solch ein Werk genau jetzt zu veröffentlichen. Genauso wie die UWG, die 1961 als Freie Wählergemeinschaft gegründet wurde, ist auch der Förderkreis ein „Kind“ Vahlefelds. Dass ausgerechnet der Heimatverein das Werk herausgibt, passt ebenso ins Bild: Günther Vahlefeld ist dort Ehrenvorsitzender. ▪ Frank Zacharias

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