Erste Ladesäule für E-Autos in Halver

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Halver - In der kommenden Woche soll die erste öffentliche Schnellladestation in Halver für Elektroautos ans Netz gehen.

Auf zwei Stellplätzen auf dem Rathausparkplatz können dann zwei Pkw gleichzeitig geladen werden.

Wer betreibt die Säule? 

Betreiber und Investor der Ladesäule ist die Mark E, innerhalb der Enervie Gruppe zuständig für das Thema Elektromobilität. Das Thema E-Mobility nehme seit dem Frühjahr vergangenen Jahres erkennbar an Fahrt auf, bedingt auch durch Fördermittel, die für öffentliche Ladesäulen verfügbar sind, wie Sascha Schmitte sagt. Er ist als Wirtschaftsingenieur bei der Enervie Service GmbH u.a. zuständig für das Projektmanagement in Sachen Ladeinfrastruktur und damit maßgeblich beteiligt bei der Koordinierung weiterer Projekte innerhalb des Netzgebietes des regionalen Versorgers. 

Welche Technik steckt dahinter? 

Mit leistungsstarken Anschlüssen sind am Halveraner Rathaus die Voraussetzungen gegeben. Die Ladesäule von Mennekes mit dem „Typ 2 Stecksystem“ ist kompatibel für die gängigen Elektrofahrzeuge. Einzig Tesla verwende ein eigenes System, kann aber mittels Adapter betankt werden. Je nach Elektrofahrzeug liefere die Säule zwei Mal bis zu 22 Kilowatt Leistung. „Der Flaschenhals ist das jeweilige Fahrzeug“, sagt Schmitte. Die Ladesäule, die in Halver nächste Woche in Betrieb geht, sei eine Schnellladesäule speziell für den öffentlichen Bereich. 

Wer kann dort tanken? 

Das Fahrzeug aufladen kann dann jeder E-Auto-Besitzer mit einer entsprechenden „RFID“-Ladekarte. Sie ermöglicht es, das Fahrzeug an jeder öffentlichen Säule im Netzwerk zu betanken. Dank Roaming-Kooperationen kommen weitere verfügbare Ladepunkte auf nationaler und internationaler Ebene hinzu. Eine Alternative sei eine Web-App, mit der das Bezahlen ebenfalls möglich sein soll. 

Was kostet der Strom? 

Was das Laden letztlich kostet, ist nicht genau zu beziffern. Die Tarifierung ist noch in Arbeit. Denn sie hängt nicht allein von der Menge des bezogenen Stroms ab, sondern soll auch zeitabhängig gestaltet werden. Damit will man verhindern, dass Autofahrer nach abgeschlossenem Ladevorgang den Stellplatz einfach als reinen Parkplatz weiternutzen. 

Was kann ich als Privatmann tun? 

Schmitte geht davon aus, dass mit zunehmender Elektromobilität und eventueller Förderung auch die Nachfrage im privaten Raum steigen werde. Auch das normale Netz biete die Chance, im privaten Haushalt Ladestationen anzuschließen. Für den privaten Bereich gibt es preisgünstige Wallboxen, die das Fahrzeug bequem über Nacht aufladen. Die entsprechende Möglichkeit sollte im Vorfeld durch einen Experten / Netzbetreiber geprüft werden.

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