Halveraner Stammzellen gehen nach Australien

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Aus dem Blut von Marius Osenberg wurden seine Stammzellen extrahiert, die nun einem Australier helfen sollen.

Halver - „Ich hätte es bereut, wenn ich es nicht getan, mich dieser Herausforderung nicht gestellt hätte“, sagt Marius Osenberg, der am vergangenen Dienstag nach Köln zu einer Privatklinik gefahren war, um seine Stammzellen zu spenden (wir berichteten).

Von Det Ruthmann

Dort erfuhr er auch, dass seine Stammzellen nach Australien gehen und einem 63-jährigen Mann das Leben retten sollen.

„Ein Negativ akzeptier’ ich nicht“, hofft der Halveraner, dass die Behandlung beim Australier anschlägt und erfolgreich verläuft. Fünf Stunden lang hatte Osenberg auf dem Stuhl gesessen, mit zwei Nadeln im Arm - um über das Blut Stammzellen abzugeben. „Das war dann aber nicht genug“, berichtet Osenberg, dass die Aufbauspritzen zuvor nicht, wie gehofft, angeschlagen hatten. Also musste er am Mittwoch ein zweites Mal ran.

Drei Stunden wurden diesmal die Stammzellen aus seinem Blut geholt. Anschließend kamen sie sofort ins Flugzeug, um zum fünften Kontinent gebracht zu werden.

Er würde es auf jeden Fall wieder machen, erzählt Marius Osenberg, dass sowohl die medizinische Versorgung als auch die Betreuung einschließlich Verpflegung sehr gut gewesen ist. Angesichts von rund 200 recht aktuellen Filmen konnte auch beim stundenlangen Sitzen keine Langeweile aufkommen, es gab ausreichend Ablenkung.

„Ein Menschenleben ist das wert“, ist der Halveraner absolut davon überzeugt, das Richtige getan zu haben. Marius Osenberg hofft, dass auch andere seinem Beispiel folgen und sich in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei registrieren lassen.

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