Marionettentheater in der Heesfelder Mühle

Ganz nah dran an den Protagonisten waren am Sonntagnachmittag die Mädchen und Jungen, die sich das Stück „Robinson“ von der Marionettenbühne Mummenschanz anschauten. -  Foto: Salzmann

HALVER - „Was meint ihr, wie die Geschichte ausgeht?“ Mit einem Happy End für Ausreißer „Robinson“ und seine Ziege Zieglinde wartete die Marionettenbühne Mummenschanz am Sonntag in der Heesfelder Mühle auf.

Vor voll besetzten Rängen verzauberte die Bühne, hinter der sich die Familie Ermster aus Lüdenscheid verbirgt, mit einer eigenständigen Version von Daniel Defoes berühmtem Abenteuerroman. Mit viel Musik und noch mehr Liebe zum Detail ließ die fünfköpfige Familie Jung und Alt an den Abenteuern des Titelhelden teilhaben und ihn wie einst den verlorenen Sohn aus der Bibel wohlbehalten zu seinen überglücklichen Eltern zurückkehren.

Die gesamte Familie – voran Andreas Ermster als Schöpfer der ausdrucksstarken Marionetten, Ehefrau Sabine und die drei Kinder Lena, Marit und Max – war in das gut einstündige Spiel eingebunden. „Da ist jeder mit eingespannt“, verriet Andreas Ermster vorab. Ilka Deckert (Mitspielerin) und Andreas Theil (Musik) vervollständigten das spielfreudige Ensemble.

Reizende, selbst gefertigte Bühnenbilder – Schiff inklusive – boten dem lebendigen Spiel mit Puppen eine einladende Kulisse. In eine leicht zugängliche Rahmenhandlung, in der die Ziege Zieglinde als Erzählerin auftrat, betteten die Ermsters ihre Version des Abenteuerromans ein. Robinson langweilte sich darin im elterlichen Krämerladen schier zu Tode und nahm bei der erstbesten Gelegenheit, die sich ihm bot, Reißaus von daheim. Wie der Robinson Crusoe des Romans erlitt er Schiffbruch und saß auf einer einsamen Insel fest. Den Eingeborenen Freitag, seinen späteren Freund, rettete er wagemutig vor Kannibalen.

An den eingespielten Dialogen, eingängigen Liedern und der flotten Musik fanden die Zuschauer ebenso viel Gefallen wie am Marionettenspiel mit geschickten Händen. Amüsante Spielideen wie der Schlusschor der drei Nonnen zauberten Groß und Klein ein Lächeln ins Gesicht.

Die nächste „Robinson“-Aufführung ist am 25. August in der Heesfelder Mühle zu erleben. Beginn der Vorstellung ist um 15 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Von Monika Salzmann

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