Vor Gericht nicht erschienen

27-Jähriger lernt es nicht: Immer wieder ohne Führerschein unterwegs

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Halver/Lüdenscheid - Führerschein weg? „Egal“, sagte sich laut Anklage der Staatsanwaltschaft ein 27-jähriger Mann aus Halver, der sich ohne gültige Fahrerlaubnis immer wieder ans Steuer gesetzt haben soll. Vor Gericht erschien er gar nicht erst.

Der Polizei begegnete er in den Jahren 2017 und 2018 viermal in Lüdenscheid, Kierspe und Halver. In einem Fall soll er sich eine regelrechte Verfolgungsjagd mit den Beamten geliefert haben und schließlich auf einem Acker gestrandet sein. 

Auch mit dem Versicherungsschutz nahm er es scheinbar nicht so genau: Mehrere Autokennzeichen wurden beschlagnahmt und im Amtsgericht Lüdenscheid jetzt endgültig eingezogen. Eigentlich hätte der Angeklagte sich dort persönlich wegen Urkundenfälschung und Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten sollen. 

Strafbefehl für 27-Jährigen

Doch anders als eine lange Reihe von Zeugen, die sofort wieder entlassen wurden, erschien er nicht. Richter Andreas Lyra erließ daraufhin einen schriftlichen Strafbefehl über eine Haftstrafe von neun Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Dagegen kann sich der 27-Jährige durch einen Einspruch zur Wehr setzen. 

Ob das ratsam ist, ist allerdings fraglich: Kurz vor der erneuten Verurteilung war eine zunächst zur Bewährung ausgesetzte Haftstrafe nach Ablauf von drei Jahren ohne neue Straftaten endgültig erlassen worden. Sollten die Vorwürfe gegen den 27-Jährigen stimmen, scheint er mit der erneuten Bewährungsstrafe zunächst recht komfortabel davongekommen zu sein.

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