Malen mit Spielkarten

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Christoph Schulz, alias Antek, präsentierte Mal-Techniken anhand seiner Bilder. ▪

HALVER ▪ „Kreativität belebt die Seele der Menschen, deshalb sind Aktionen wie diese so wichtig“, sagt Christoph Schulz, alias Antek. Der Künstler aus Altena war gestern beim Verein Aktion Kunst Treff (Vakt) zu Gast und leitete einen Mal-Workshop für Erwachsene.

Drei verschiedene Techniken standen gestern im Mittelpunkt des Seminars. „Wir besprechen heute die Gouache-, die Spachtel- und die Lappen- und Schwammtechnik“, so Antek. Der 49-Jährige hatte eigene Bilder aus seinem Altenaer Atelier mitgebracht, anhand derer er die verschiedenen Mal-Stile verdeutlichen konnte. Doch natürlich stand nicht das Reden über die Kunst im Vordergrund – sondern das eigene Erfahren. So griffen die Teilnehmer zunächst zu Öl-Pastell-Kreide. Die Motivwahl blieb den Malenden selbst überlassen. „Wir malen heute einfach aus dem Kopf“, so Antek. Eine Katze, eine Blumenlandschaft, Fische und Hühner kamen so zu Papier. „Dann überziehen wir die Bilder mit Gouache-Farbe. Anschließend kann man mit Messern oder Spachteln wieder einige Teile freisetzen und so durch Kratzelemente auch Lichteffekte schaffen.“ Die Technik sei schnell, einfach und auch für Kinder geeignet, so der Künstler, der den Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite stand.

Bei der Spachteltechnik nutzten die Teilnehmer eher ungewöhnliche Utensilien. Das Gemisch aus Acryl- und Gouache-Farbe wurde mit Spielkarten aufgetragen. „Damit kann man tolle Effekte entstehen lassen“, versprach Antek, der seine Erfahrungen als Künstler gestern mit der Gruppe teilte. „Als Maler muss man heutzutage erst mal beweisen, dass man wirklich zeichnen kann, bevor man freier arbeiten kann.“

Mehr als zufrieden zeigte sich Antek mit der Zusammenarbeit mit Vakt. „Das ist hier alles sehr unkompliziert. Das ist in anderen Städten auch schon mal anders.“ So sah das auch Vakt-Vorsitzende Karin Schloten-Walther, die gestern selbst während des Seminars zu Kreide und Spielkarte griff: „Es ist toll, dass Antek jetzt ebenfalls in unserer Vakt-Kunstsammlung vertreten ist.“

Schloten-Walther informierte gestern zudem über neue Vakt-Pläne. So sei angedacht, in Anlehnung an die Regionale eine Art „Künstler-Weg“ zwischen Halver und Meinerzhagen einzurichten. „So könnte es zum Beispiel eine Karte geben, auf der alle Galerien und Künstler entlang dieses Wegs eingezeichnet sind.“ Einen Schlenker in Nachbarstädte, etwa nach Altena zu Anteks Galerie, sei natürlich auch möglich. Allerdings sei dieses Projekt noch in Planung. ▪ svh

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