Magische Momente mit Mr. Joy

Aktionskünstler Mr. Joy in Action. Foto: Salzmann

Halver - Das, was jeder Zauberkünstler kann – Sachen verschwinden lassen und auf verblüffende Weise wieder zum Vorschein bringen – kann er auch. Darüber hinaus kann Mr. Joy alias Karsten Strohhäcker – in Schweden geboren, in der Zentralafrikanischen Republik aufgewachsen und heute in Heidelberg zu Hause – aber noch viel mehr.

Als sei es die einfachste Übung der Welt, lässt er Menschen schweben, verzaubert mit Licht und Feuer, füllt leere, zerbeulte Cola-Dosen auf magische Weise mit Inhalt und gibt bei all der perfekt inszenierten Illusion ein lebendiges, beredtes Zeugnis seines Glaubens. Dass der studierte Mathematiker und Physiker mit Zweitstudium in Sportwissenschaften, Theologie und Religionswissenschaften auch die zirzensischen Fächer Jonglage und Artistik meisterhaft beherrscht, macht seine Show zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Magische Momente im schönsten Sinn erlebten die Besucher der CVJM-Jugendwoche am Samstag im „Zelt“ am Rathausplatz. Um „Selfies“, wenn man so will Selbstporträts, ging es in Botschaft und Verkündigung, die der unglaublichen Show des vielseitigen Aktionskünstlers vorausgingen. Mit dabei: Die christliche Band „Hope and trust“, die mit ihren Songs ein ums andere Mal begeisterte.

Nicht sich selbst, sondern Gott und sein Publikum rückte Mr. Joy in den Mittelpunkt seiner zugleich humorvollen wie verblüffenden Show. Keine Nummer, bei der er sich nicht Mitspieler aus Reihen der Zuschauer auserkor. Sogar gestandene Pastoren spielten da freiwillig/unfreiwillig, aber lustig mit.

Mancher im gut gefüllten Zelt zuckte zusammen, als der Wahl-Heidelberger scharfe Rasierklingen – „Frühstück und Rasur“ – zu dramatisch inszenierter Musik verspeiste. „Probiert das bitte zu Hause auf keinen Fall aus“, lautete seine Warnung. Im „Ringen“ um einen 20 Euro Schein fiel jeder auf seine Täuschungskunst herein. Mit Leichtigkeit kletterte der Aktionskünstler durch (Gefängnis)Gitterstäbe. Seine Devise – mit der Glaubensbotschaft verbunden: „Rauskommen, auch wenn’s doch eigentlich unmöglich ist.“

Ebenso famos: Die Verkündigung des Evangeliums als Jonglage-Nummer mit verschiedenfarbigen Bällen. Bei der Speisung der Fünftausend vermehrten sich statt Brot und Fisch knackige Äpfel auf wundersame Weise. Für den Einzug in Jerusalem hielt ein winzig kleiner Drahtesel her. Grandios: die verschiedenen, visuell verblüffend beredten Jonglagefiguren. Urkomisch geriet die Einrad-Nummer mit Helfershelfern aus Reihen des Publikums. Verzauberung pur gelang bei der Zugabe mit LED-Stäben, aus deren Bahnen faszinierende Lichtmuster erwuchsen.

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