Kita Oberbrügge nicht verzichtbar

Kita St. Georg in Oberbrügge

Halver - In Oberbrügge wird es weiter einen Kindergarten geben. Auch wenn der Zweckverband des Bistums Essen aus der Trägerschaft des katholischen Kindergartens St. Georg am Burgweg aussteigt, soll die Versorgung mit Kita-Plätzen gesichert bleiben.

„Wir werden diese Plätze brauchen“, gibt Hendrik Klein, Pressesprecher des Märkischen Kreises, die Einschätzung im Kreisjugendamt wieder.

Der Märkische Kreis trägt zusammen mit dem Land Nordrhein-Westfalen, dem Trägeranteil der Kirche von zwölf Prozent und den Elternbeiträgen die Einrichtung finanziell. Die Refinanzierung für den Kreis wiederum erfolgt über die differenzierte Kreisumlage, die Halver bezahlt. Ohne eigenes Jugendamt übernimmt der Kreis diese Aufgabe und verlangt dafür die höhere Beteiligung der Stadt.

Ohne Zeitdruck auf Trägersuche

Angesichts steigender Geburtenzahlen und von Flüchtlingen, für die ebenfalls Plätze benötigt würden, will der Kreis aber auf eine Einrichtung in Oberbrügge nicht verzichten. Das könne so weit gehen, dass der Kreis selbst erstmalig als Träger in die Bresche springen würde, wenn kein anderer Träger gefunden werde, so Klein auf Anfrage des Allgemeinen Anzeigers. Diese Situation sei allerdings noch nicht absehbar. Die Bekundung des Essener Zweckverbandes laute, dass man zum 31. Juli 2018 die Kita St. Georg nicht mehr betreiben werde. Damit seien noch zwei Jahre Zeit, um einen geeigneten Träger und gegebenenfalls neue Räume zu finden. Im Gespräch sollen dazu auch Flächen der Grundschule Am Nocken sein, die für den Schulbetrieb aktuell nicht benötigt werden, wie es Informationen des AA zufolge heißt.

Zwölf Anmeldungen für neues Kita-Jahr

Vorhanden in der Kita St. Georg sind aktuell zwei Gruppen mit 48 Plätzen, davon sechs für Kinder unter drei Jahren. Zwölf Anmeldungen liegen für das neue Kindergartenjahr ab 1. August vor. Der Zweckverband, der seine Entscheidung über die Presse bekanntgegeben hatte, argumentiert, dass der Eigenanteil der Kirche an den Betriebskosten faktisch nicht bei 12 Prozent liege, wie es im Kinderbildungsgesetz geregelt sei, sondern bei etwa 16 Prozent, weil die jährliche Anpassung die tatsächlichen Kosten nicht decke.

Von 10 Einrichtungen bei insgesamt 270 im Einzugsbereich will sich das Bistum daher trennen, darunter auch die Kita St. Hedwig in Lüdenscheid Gevelndorf. Im Falle Oberbrügges spielt auch der bauliche Zustand der Einrichtung eine Rolle, die mit erheblichen Kosten saniert werden müsste.

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare