Aus Teichen werden Biotope

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Die Spuren auf der Eisfläche lassen es erahnen: Die zugefrorenen Teiche an der Grundschule Oberbrügge wurden ausgiebig zum Schlittschuhlaufen genutzt.

Oberbrügge - Die Spuren auf der Eisfläche lassen es erahnen: Die zugefrorenen Teiche an der Grundschule Oberbrügge wurden in den vergangenen Tagen ausgiebig zum Schlittschuhlaufen und Eishockey genutzt.

Doch Lutz Eicker vom Fachbereich Bürgerdienste der Stadt Halver warnt: „Keine Gewässer betreten, weil das Eis nicht durchgängig ist.“ Dort, wo etwa ein Bach in den Teich fließe, sei die Eisschicht dünner. Er verwies auf Berichte, wo Personen ins Eis eingebrochen seien. „Das ist lebensgefährlich,“ unterstrich er.

„Betreten verboten“- Schilder stellt die Stadt nicht auf. Fast könnte man bedauern, dass die Wetteraussichten mildere Temperaturen versprechen. Denn Eicker sagte: „Wenn wir bei lang anhaltenden Minustemperaturen feststellen, dass sich eine entsprechend dicke durchgängige Eisschicht gebildet hat, geben wir Eisflächen zum Betreten frei.

„Die Teiche versumpfen regelrecht,“ bedauerte eine Spaziergängerin den Wandel der Anlage. „Früher gab es eine Brücke zu der Insel dort,“ fügte sie hinzu. „Da waren Spielhütten für Kinder drauf.“

Die natürlich wachsende Veränderung des Areals ist gewollt. „Die Teiche sollen zuwachsen und sich zu einem Biotop entwickeln,“ stellte Klaus Ostermann, Leiter des Baubetriebshofs, klar. Vom Ufer her wächst Rohrkolben in die Teiche hinein. Vögel und Enten nutzen die Insel als Brutgebiet.

Der Wandel ist der Tatsache geschuldet, dass die Anlage unmittelbar an einer Schule liegt. „Da müssen Sicherheitsaspekte berücksichtigt werden,“ hob Ostermann hervor. Teiche sind aus heutiger Sicht zu gefährlich. „Das in Oberbrügge entstehende Biotop ein Kompromiss,“ erläuterte er.

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