Hommage an den Reformator

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Halver - In Liedern, Schauspiel und Multimedia wurde am Samstag in der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) Bever Leben und Wirken Martin Luthers lebendig. Kaum fassen konnte der Saal die große Zahl an Besuchern, die im Jubiläumsjahr „500 Jahre Reformation“ das Luther-Musical der Gruppe „Voices for Christ“ miterleben wollten.

Anliegen des Abends sei es, zu „gedenken, was vor knapp 500 Jahren geschehen ist“, erklärte Pastor Johann Schick bei der Begrüßung. Mit dem Musical, dessen Gesamtleitung in bewährten Händen von „Wir singen für Jesus“-Leiterin Ruthild Eicker (Konzept und Szenentexte) lag, wolle die FeG Einblick in die Biographie Luthers gewähren. Auf „das“ Luther-Lied schlechthin, gemeint „Ein feste Burg ist unser Gott“, ging Schick ausführlicher ein. Eigentlich sei das Lied ein 500 Jahre altes Kneipenlied, auf dessen bekannte Melodie Luther seinen Text gedichtet habe. Gemeinsam stimmten Chor und Besucher den berühmten Choral an. 

Wissen rund um Luther fragte Frank Behling vor der Aufführung ab. „Wer von Ihnen weiß, wie die Kinder Luthers heißen?“, hieß es da. Auf Luther’sche Medizin, sprich das Breitband-Theologicum Lutherol für Geist und Seele, die verkaufsträchtige Luther-Edition von Playmobil und viele andere Kuriositäten, die sich um Luther und das Luther-Jahr rankten, ging er in seinem geistlichen Impuls ein. Hinsichtlich Lutherol bestehe bei der heutigen Säkularisierung keinerlei Gefahr der Überdosierung. Haltbarkeit? „Bis ans Ende der Welt.“ Ins Jahr 1546 – Luther war schon gestorben – führte das Musical zurück. 

Aus Sicht von Luthers Ehefrau Katharina von Bora, in deren Rolle die Schauspielerin Clara Edel schlüpfte, und ihrer Tochter Margarete (Fiona Edel) beleuchtete das große Musical-Ensemble wichtige Stationen im Leben des Reformators. Eine Schatulle mit Erinnerungsstücken half beim lebendig gespielten Erinnern. In Rückblicken ließ Lev Leib als Martin Luther am Ringen des Reformators um die Wahrheit und seinem Bemühen, den Menschen verschüttete Inhalte der Bibel nahezubringen, teilhaben. 

Nicht zuletzt durch Multimedia und raffinierte, professionelle Videotechnik, „authentische“ Requisiten und historische Kostüme der Darsteller fühlten sich die Besucher in die Zeit der Reformation zurückversetzt. Bilder, Texte und Szenen zwischen den Liedern führten dicht ans Geschehen heran. In eigenen Reihen hervorragende Solisten, näherte sich der Chor – für das Musical eigens durch Projektsänger zu einem Musical-Projektchor erweitert – unter Leitung von Musikpädagogin Elisabeth Klundt dem Wirken und Leben Luthers an. 

Eine vierköpfige Band war dem Chor bei bewegten und ruhigen Liedern ein einfühlsamer Begleiter. Glaube, Gnade, Schrift und Luthers Überzeugung „Christus allein“ standen im Mittelpunkt der Botschaft. Lieder von Siegfried Fietz, Jürgen Werth, Dieter Falk, Michael Kunze, Mark Heyes und Martin Luther kamen zur Aufführung.

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