Kultur in Corona-Zeiten

Lust auf „‘ne Runde um‘n Block“? Kunst und Kultur auch in Pandemiezeiten ein Erlebnis

Kunst und Kultur Corona Halver
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In Schwerte löste „Ne Runde um den Block“ Begeisterung aus. Deshalb soll die Veranstaltung auch in Halver stattfinden – mit einem eigens angepassten Konzept.

Musik, Tanz und Theater gehören dazu. Ebenso Literatur, Performances, Installationen und Überraschungen zum Träumen und Staunen. Das soll es auch bald in Halver geben.

Halver - Wie in Schwerte, wo er in diesem Jahr corona-konform um die Häuser zog, möchte Lichtkünstler Jörg Rost im Frühsommer 2021 auch in Halver „Ne Runde um‘n Block“ drehen und Kunst und Kultur auch in Pandemiezeiten zum fantasievollen Erlebnis machen.

Nach einem Ortstermin mit dem Künstler ist Inge Zensen, Kulturbeauftragte der Stadt, Feuer und Flamme für das Projekt und möchte es gern nach Halver holen. Was genau sich hinter „Ne Runde um’n Block verbirgt“, stellte sie jüngst im Ausschuss für Kultur, Soziales und Sport vor. „Die ganze Stadt lebt dann“, stellte sie in Aussicht. „Das wird eine Riesensache.“

Angepasstes Konzept für Halver

In Schwerte, wo Jörg Rosts Projekt in diesem Jahr das weithin bekannte Welttheater der Straße ersetzte, kam die geführte Reise durch die Kulturlandschaft – coronakonform in Kleingruppen durchgeführt – so gut an, dass sie im kommenden Jahr auf alle Fälle wiederholt werden soll. Für Halver würde ein eigenes, den örtlichen Gegebenheiten angepasstes Konzept greifen.

Bei den Spielorten sind Künstlern und Veranstaltern keine Grenzen gesetzt.

Gleichsam ein Wohnblock-Bespielungsprojekt verbirgt sich hinter dem ungewöhnlichen Kulturevent, an dem sich in Schwerte professionelle Künstler und Kulturschaffende aus der Region beteiligten. Seine Mitstreiter vom Straßentheaterfestival Welttheater der Straße, vom Theater Titanick und viele weitere Künstler holte Jörg Rost, der in Halver zuletzt die Villa Wippermann beim Auftritt von Cellistin Johanna Stein kurz vor dem Lockdown fantasievoll illuminierte, für seine abenteuerliche Reise in eine Traumwelt aus Musik, Tanz, Theater, Literatur und zauberhafter Überraschungen mit ins Boot.

„Skurrile Sachen“ sind zu erwarten

Garagen, Hinterhöfe, leere Ladenlokale, Hofeinfahrten, Vorgärten und dergleichen mehr verwandelten sich in Spielorte für künstlerische Darbietungen unterschiedlichster Art. In kleinen Gruppen führten „Blockwarte“ die Besucher zu den ungewöhnlichen, überraschenden Stätten der Kunst. „Die Künstler machen ihre Sache x-mal an x Stationen“, erklärt Inge Zensen. „Skurrile Sachen, auch von den Kostümen her, sind zu erwarten.“ Sprichwörtlich rund um den Block geht’s von Kurzdarbietung zu Kurzdarbietung, von Station zu Station.

Mögliche Spielorte in Halver nahm Jörg Rost, der seit 2001 mit künstlerischen Lichtinstallationen experimentiert und diese häufig mit musikalischen und theatralischen Elementen voller Poesie und Zauber bespielt, jüngst beim Ortstermin in Halver bereits in Augenschein. „Es geht darum, die Erwartungshaltung ständig zu ändern“, stellt Inge Zensen in Aussicht. Wie in Schwerte ist auch in Halver ein Miteinander von professionellen Künstlern und Laien angedacht. Was es jetzt braucht, um das Projekt zu realisieren, sind Sponsoren und jede Menge Helfer. „Wir brauchen alle Kräfte.“ Erste Kontakte hat Zensen bereits geknüpft. „Wir hoffen auf die Rotarier, die Sound-Bäckerei, den Stadtmarketingverein und weitere Sponsoren, die das Projekt nach Halver holen möchten.“

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