Corona in Schulen

Erster Schritt: Lüfter für die Schulen sind angekommen

Für bessere Luft in den Klassenräumen: Katrin Siegmund, Architektin aus dem städtischen Bauamt, verschafft sich einen ersten Eindruck.
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Für bessere Luft in den Klassenräumen: Katrin Siegmund, Architektin aus dem städtischen Bauamt, verschafft sich einen ersten Eindruck.

Die mobilen Luftfilteranlagen für die Halveraner Schulen sind eingetroffen. Insgesamt 13 Stück werden in den letzten Wochen der Sommerferien in den vorgesehenen Räumen verteilt.

Halver – Die Architektin aus dem städtischen Bauamt, Katrin Siegmund, verschaffte sich am Freitag einen ersten Eindruck von den Geräten. Eine Anlage wurde probeweise in einem Klassenraum der Humboldtschule aufgebaut. Vorgesehen aber sind die mobilen Geräte für die 13 Räume, die aufgrund ihrer baulichen Voraussetzungen nicht ausreichend gelüftet werden können. Das sind Räume, die nur über Oberlichter verfügen oder im Kellergeschoss liegen – wie in der Humboldtschule, dem Lern- und Begegnungszentrum sowie der Regenbogenschule.

Laut sind die Geräte, die etwa 2000 Euro pro Stück gekostet haben, nicht. Katrin Siegmund zeigte sich beim Testen zufrieden. Die Handhabung ist zudem sehr einfach. Ein Ein- und Ausschalter ist alles, was man bedienen muss. Wenn der Filter gewechselt werden muss, weist eine kleine Warnleuchte darauf hin. Und der Austausch des Filters sei ebenfalls leicht, so Siegmund. Nicht einmal Werkzeug sei nötig. Ein Wechsel steht circa einmal im Jahr an.

Die Geräte der Marke Kampmann sind hochwertig, sagt Siegmund. Zudem sind sie für die Schulen geeignet. Alle Kanten sind abgerundet, sodass kein schlimmer Unfall passieren kann. Von der Größe passen sie in die Klassenzimmer und die Lautstärke beeinflusst den Unterricht nicht. Auf die Dezibelzahl habe man im Bauamt bei der Auswahl Wert gelegt.

Nutzungsstart nach den Ferien

Mit der Anschaffung der mobilen Geräte ist ein erster Schritt getan. Politisch hatte man sich einstimmig dafür ausgesprochen, alle Räume mit mobilen Anlagen auszustatten, und zwar schnell. Mit Start des neuen Schuljahres werden damit die Räume ausgestattet sein, die auch das Land NRW empfiehlt, nachzurüsten. Die Anlagen filtern neben Viren auch Bakterien, Pollen, Schimmelsporen und weitere Aerosole zu 99,995 Prozent, wie der Hersteller selbst angibt. Ein Lüften machen die Geräte jedoch nicht überflüssig.

Weiter geht es jetzt mit den Planungen, alle Räume der Schulen – beginnend mit den Grundschulen – mit stationären Filteranlagen auszustatten, die zu 80 Prozent gefördert werden. Das bedarf Zeit, heißt es vom Bauamt. Etwa 150 Räume müssen besichtigt werden. Auf jeden Raum zugeschnitten werden dann stationäre Anlagen geplant. Mit einer Umsetzung rechnet man im Herbst 2022. Für diesen Herbst und Winter heißt es für die Schüler voraussichtlich weiterhin lüften.

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