Lösungssuche für Situation am Schulzentrum

- Archivfoto: Ruthmann

Halver -  Vandalismus, Müll und Verunreinigungen am Schulzentrum – Die kommenden Wochen werden zeigen, ob durch die eingeleiteten Maßnahmen der Stadtverwaltung an der Situation etwas geändert werden kann.

Im Rahmen der Ausschusssitzung „Bildung und Jugend“ hatte der Fachbereichsleiter Thomas Gehring Stellung zu einem Antrag der SPD-Fraktion genommen. Darin hatten die Politiker gefordert, ein „Handlungskonzept zur Sicherheit und Sauberkeit im Umfeld des Schulzentrums“ erstellen zu lassen. Nächtliche Partys und der dadurch entstandene Müll wie Scherben, Zigaretten oder auch Spritzen seien für die Schulkinder unzumutbar.

Seit drei Wochen reinigt nun täglich werktags die Firma Pawlofsky noch vor Schulbeginn den Busbahnhof. Es wurden vandalismussichere Abfallbehälter angebracht und die Schranken am AFG sollen abends wieder geschlossen werden. Darüber hinaus, so Gehring am Mittwoch, wolle man bald gemeinsam mit der Polizei und dem Jugendzentrumsleiter Arndt Spielmann die besagten Stellen begehen und zunächst „die Wirksamkeit der bisher vorgenommenen Maßnahmen abwarten, bis man weitere ergreift.“

„Ich halte die Vorhergehensweise der Stadtverwaltung generell für richtig“, sagte Martina Hesse (CDU) im Ausschuss. „Für unsere Kinder brauchen wir eine saubere Umgebung. Allerdings bezweifelte Hesse die Aussagekraft der dort durchgeführten Polizeieinsätze. Das seien laut Gehring gerade einmal zwei Stück im Jahr 2014 gewesen. Hesse: „Nicht jeder ruft sofort die Polizei.“ Und weiter: „Was kann man denn den Jugendlichen, die sich dort immer treffen, anbieten? Offenbar gibt es in Halver keine Möglichkeit, sich zu treffen.“

Darauf antwortete Arndt Spielmann, dass Jugendliche ganz bewusst die Abgeschiedenheit aufsuchten und eben nicht die für sie vorgesehenen Plätze. „Es ist ein Teil der normalen Entwicklung, wenngleich ich selber es nicht schön finde, wenn das immer mit Dreck und Müll einhergehen muss.“ Und letztendlich setzte da auch die Erziehungsarbeit der Elter an.

„Vertreiben kann nicht die Lösung sein“, meinte zudem Ausschussvorsitzender Werner Lemmert (UWG). Das aber, so fügte Sascha Gerhardt (FDP) hinzu, sei ja auch nicht das Ziel des SPD-Antrages gewesen. Er selbst wohne in der Nähe des Schulzentrums und sei schon öfter eingeschritten, „wenn mal wieder mit dem Pkw die Grenzen der Physik ausgetestet wurden.“

Hoffnung auf eine Verbesserung am Busbahnhof setzten die Ausschussmitglieder zunächst in die stetige Säuberung. Lemmert: „Wenn ein Umfeld sauber ist, bleibt es auch langfristig sauber.“ Er halte es für richtig, erstmal Geld in die Hand zu nehmen, um das Gebiet zu pflegen und sauber zu halten. „Wir wollen die Ursache beseitigen und die Leute, die dafür verantwortlich sind, zu packen kriegen“, machte aber auch Gehring die Belange der Stadt deutlich. Dennoch sei es der Stadt nicht möglich, das Schulzentrum rund um die Uhr zu überwachen. „Im Rahmen unserer Möglichkeiten werden wir uns dem Problem annehmen.“ - fsd

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