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Sondersitzung zu A45: Politik in Halver entscheidet sich

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Von: Florian Hesse

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Der Lkw-Verkehr sucht sich Ausweichstrecken auch durchs Volmetal.
Der Lkw-Verkehr sucht sich Ausweichstrecken auch durchs Volmetal. © Florian Hesse

Auch die Stadt Halver stellt sich hinter die Resolution des Rates der Nachbarstadt Lüdenscheid an Bund und Land, den Fernlastverkehr aus der Region zu verbannen.

Betroffen durch die Sperrung der Talbrücke Rahmede sind auch die Städte und Gemeinden im Umfeld. Massiv betroffen ist auch Halver, weil die Landesstraße 528 und die Bundesstraße 54 zu Ausweichstrecken geworden sind und die Verkehrsinfrastruktur seit Monaten kaputt gefahren wird.

Noch in der letzten Sitzung vor der Sommerpause hatte sich der Halveraner Rat nicht zu einer solchen Entschließung durchringen können. Missverständliche Formulierungen wurden moniert und fehlende Bedenkzeit. Am Dienstag im Hauptausschuss war das anders. Nach interfraktioneller Abstimmung und einem begleitenden Schreiben ging der entsprechende Antrag einstimmig und geräuschlos über den Tisch.

„Ein Verbot des Durchgangsverkehrs für den überregionalen Schwerlastverkehr auf stark belasteten Teilstrecken ist kurzfristig geeignet, unsere Bevölkerung, unsere heimische Wirtschaft mit ihrem Lieferverkehr, die Wege zu und von der Arbeit ihrer Beschäftigten, aber auch unsere stark beeinträchtigte Infrastruktur ein wenig zu entlasten. Dabei gilt es natürlich, den regionalen Wirtschaftsverkehr im Umkreis von 75 Kilometern vom Ziel- beziehungsweise Quellort von diesem Verbot auszunehmen“, ist es im Halveraner Begleitschreiben formuliert. Im Klartext: Lkw dürfen natürlich die Unternehmen der Region weiter beliefern beziehungsweise Güter abtransportieren. Doch alles andere soll raus in einem Umkreis von Siegen bis hinter Hagen.

Wichtig sei, dass die Schutzzone rund um Lüdenscheid eindeutig und für jedermann verständlich kommuniziert werde, so die weitere Forderung.

Ebenso stellt sich der Hauptausschuss, stellvertretend für den Rat, hinter die Forderungen der Vollversammlung der Südwestfälischen Industrie- und Handelskammer, die sich Anfang Juli direkt an Ministerpräsident Hendrik Wüst und Verkehrsminister Dr. Volker Wissing gewandt hatte. Auch dort die Kernforderung: Die Bauzeit für eine neue Brücke von fünf Jahren sei für die gesamte Region nicht zu ertragen.

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