Linde fällt auf Ehrenmal – rund 10 000 Euro Schaden

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HALVER ▪ Den Zweiten Weltkrieg hat das 1928 errichtete Ehrenmal im Hohenzollernpark weitgehend schadlos überstanden. Doch die knapp 60 Jahre alte Linde, die am Donnerstagmittag plötzlich zu Boden ging, war für das alte Gemäuer zu viel. Das Ehrenmal trug erhebliche Schäden davon. Verletzt wurde zum Glück niemand.

Gegen 12.45 Uhr peitschte ein ohrenbetäubender Knall durch den Park, der die Mitarbeiter des nahe gelegenen Bürgerzentrums zunächst an einen Verkehrsunfall denken ließ. Doch schnell war die Quelle des Lärms entdeckt: Eine hochgewachsene Linde war auf die rechte äußere Säule des Ehrenmals gekracht. Dabei wurden Steine herausgebrochen, die Tafel mit den Namen der gefallenen Soldaten beschädigt. Aufgrund des heftigen Aufpralls, durch den auch Fugen im Gemäuer entstanden sind, musste die Stadt den Bereich rund ums Ehrenmal absperren. Umgehend begannen die Aufräumarbeiten.

Nach ersten Erkenntnissen eines Baumexperten entstanden durch Fallwinde so starke seitliche Kräfte, dass der Baum regelrecht „verdreht“ wurde und so kurz unter der Erdoberfläche abbrach. „Es muss eine Fäulniss gegeben haben, die man bei normalen Kontrollen nicht erkennt“, sagte Bau-Fachbereichsleiter Franz Helmut Engel, der ebenso wie sein Mitarbeiter Michael Schmidt und Johann Klaßmann vom Ordnugnsamt umgehend zur Unfallstelle geeilt war. Noch im Frühjahr habe man sämtliche Bäume im Park kontrolliert. Dabei sei lediglich ein Ahornbaum aufgefallen, der aus Sicherheitsgründen entfernt werden musste.

Die Schadenshöhe beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 10 000 Euro. Das Ehrenmal ist seit 1983 ein eingetragenes Denkmal. ▪ Frank Zacharias

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