442 Geräte kommen erst Ende Februar statt zum Jahresende 2020 in Halver an

Lieferengpässe bei Schul-Notebooks

Die Ausstattung von Halveraner Schulen, Schülern und Lehrern mit Laptops ist ins Stocken geraten.
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Die technische Ausstattung der Schulen und Schüler kämpft mit Lieferproblemen.

Die Ausstattung von Halveraner Schulen, Schülern und Lehrern mit Laptops ist ins Stocken geraten. Eigentlich sollte die Hardware zum Ende vergangenen Jahres verfügbar sein. Jetzt wird Ende Februar als Liefertermin gehandelt.

Halver - Es geht um 442 Geräte, überwiegend finanziert aus Soforthilfeprogrammen im Rahmen des Digitalpakts zum Ausgleich sozialer Ungleichgewichte auf Schülerseite sowie für die Ausstattung der Kollegien. Die finanzielle Größenordnung liege bei etwa 200 000 Euro, sagt Kai Hellmann, stellvertretender Leiter des Fachbereichs Bürgerdienste und im Rathaus zuständig für Schulfragen.

Als Grund für die Verzögerung habe der ansonsten verlässliche Lieferant Schwierigkeiten bei der Beschaffung bestimmter Bauteile genannt. In der gewünschten Konfiguration seien die Geräte nicht verfügbar gewesen, so die Nachricht vom vergangenen Montag nach mehreren Terminansagen, die letztlich nicht gehalten werden konnten. Problem könne zudem sein, dass landes- und bundesweit zurzeit Rechner bestellt würden. Die Preise hätten sich binnen vier Monaten in etwa verdoppelt, sagt Hellmann über die Entwicklung des Markts, und dies sei auch der Grund gewesen, jetzt nicht zu versuchen, an anderer Stelle, die Lücke zu schließen.

Die Schulen trifft die Verspätung in unterschiedlicher Weise. Das Anne-Frank-Gymnasium, schon früh in die Digitalisierung eingestiegen, setzt auf eigene Geräte der Schüler. „Bring your own device“ ist die Bezeichnung dafür, private Endgeräte einzusetzen.

An der Humboldtschule als zweite weiterführende Schule Halvers nutzen die Schüler ebenfalls die vorhandene Technik zuhause für den Distanzunterricht. Wo diese Möglichkeit nicht gegeben ist, gibt es Distanzunterricht in der Schule mit schuleigenen Rechnern unter Corona-Vorgaben in den Klassen. 30 bis 40 Schüler, sagte in der vergangenen Woche noch Schulleiter Reiner Klausing, nutzten dieses Angebot.

Schüler der Lindenhofschule werden erricht per Videokonferenz. Gemeinsame Plattform aller Schulen in Halver ist dafür das Programm Teams. Eltern und Schüler sind dort „zu nahezu 100 Prozent erreichbar“, gibt Hellmann die Aussage der Schulleitung wieder.

An der Regenbogenschule erfolgt das Distanzlernen mehrgleisig, das heißt wie im Frühjahr mit dem Abholen oder der Zusendung von Aufgaben, aber ebenso über Videoschaltungen und dem Unterricht über die Plattform Teams über vorhandene Endgeräte wie Rechner oder auch Smartphones. Der Lockdown dort werde zudem auch für interne Fortbildungen in Sachen Digitalisierung genutzt, so Hellmann auf AA-Anfrage.

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