CDU auch in Halver der klare Sieger

HALVER - Die Bundestagswahl 2013 hat in Halver etwas mehr Menschen motiviert, an die Urne zu gehen, als vier Jahre zuvor: Nach den Auszählungen am Abend lag die Wahlbeteiligung in der Stadt im Grünen bei 72,7 Prozent und damit um 1,4 Prozent höher als 2009. Der FDP half dieser Trend allerdings auch in Halver nicht.

Wie auf Bundesebene verloren die Liberalen deutlich an Zustimmung: Stadtweit erhielt die FDP am Ende lediglich 5,6 Prozent der Zweitstimmen – satte 11,7 Prozent weniger als noch vor vier Jahren. Die Gewinnerin auch auf lokaler Ebene ist die CDU, die mit einem Plus von 8,6 Prozent am Ende 43,2 Prozent der Zweitstimmen auf sich vereint. Auf besonders große Zustimmung stießen die Christdemokraten im Sportlerheim Schwenke, wo 51,1 Prozent der Wähler ihr Kreuz bei der CDU machten. Immer noch leicht im Plus befindet sich in Halver auch die SPD: Nach 26,2 Prozent im Jahr 2009 kam sie jetzt auf 29,5 Prozent der Zweitstimmen. Sozialdemokratische Hochburg war dabei das Wahllokal im Foyer der Ganztagsschule, wo die Genossen auf 39 Prozent der Stimmen kamen.

Doch es gab eben auch die Verlierer des Abends, die in Halver die selben sind, wie in ganz Deutschland: Neben den bereits erwähnten Liberalen mussten auch Grüne (-1,9 Prozent) und Linke (-1,8 Prozent) Verluste hinnehmen. Keine größere Rolle als bundesweit spielte bei der Wahl in Halver die AfD: Sie kam auf kommunaler Ebene letztlich auf 4,15 Prozent und blieb damit unter dem bundesweiten Durchschnitt.

Noch deutlicher als bei den Zweitstimmen fiel in Halver die Auszählung der Erststimmen für die Direktkandidaten der Parteien aus: Dr. Matthias Heider (CDU) setzte sich mit deutlichem Abstand gegen Petra Crone (SPD) durch (siehe Grafik). Von den übrigen Kandidaten holte Wolfgang Hoffmann von der Linken mit 4,6 Prozent noch das beste Ergebnis. Enorme Verluste fuhr auch bei den Erststimmen die FDP ein: Johannes Vogel holte im Jahr 2009 noch 11,8 Prozent der Erststimmen in Halver, diesmal waren es nur noch 2,9 Prozent.

„Eine klare Folge unserer Zweitstimmenkampagne“, bilanzierte Sascha Gerhardt, Ortsverbandsvorsitzender der Halveraner Liberalen, am Sonntagabend, „denn zugleich war dies eine Erststimmenkampagne für den CDU-Kandidaten.“ Gerhardt zeigte sich in einer ersten Reaktion auf das Resultat enttäuscht und sprach von einer historischen Niederlage, die auch in Halver deutlich werde. Weitaus zufriedener mit dem Wahlausgang ist natürlich Peter Starke, Vorsitzender der Halveraner CDU. Unabhängig vom Zuwachs in Halver lobte er auch den heimischen Direktkandidaten Dr. Matthias Heider, der fast für „bayrische Verhältnisse“ gesorgt habe.

Wenngleich die SPD leichte Zuwächse in Halver verzeichnete, so hätte sich der Ortsverbandsvorsitzende Martin Kastner doch ein etwas besseres Ergebnis gewünscht. Er äußerte sich am Wahlabend „nicht ganz glücklich, aber zufrieden“. Für die Halveraner Grünen zog Karl Friedrich Osenberg trotz der Verluste in Halver ein positives Fazit der Wahl: „Es freut uns, dass wir für die Grünen die beste Kommune im Kreis sind.“ - Frank Zacharias

Wir berichten auch in der Montagsausgabe des AA ausführlich über die Wahl.

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