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Leerstand in Oberbrügge: Sparkasse will Gebäude verkaufen

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Von: Sarah Lorencic

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Eine Bäckerei mit kleinem Café wäre der Wunsch vieler Oberbrügger. Aber das wird erst einmal nichts.
Eine Bäckerei mit kleinem Café wäre der Wunsch vieler Oberbrügger in der alten Sparkassen-Filiale. © Sarah Lorencic

Das leer stehende Gebäude der Sparkasse in Oberbrügge soll verkauft werden. Anfangs sei man seitens der Sparkasse auch einer Vermietung gegenüber offen gewesen, wie Volker Schnippering, Pressesprecher der Sparkasse, sagt. Davon sei man mittlerweile aber ab, denn einen Mieter zu finden, erwies sich als schwierig. Ob die zukünftige Nutzung am Ende ein Plus für Oberbrügge ist?

Halver/Oberbrügge – Ende Januar wurde die Filiale in Oberbrügge geschlossen. Zunächst als Vorsichtsmaßnahme aufgrund des Vorfalls in der Nachbargemeinde Schalksmühle, wo Sparkassen-Automaten in Heedfeld gesprengt worden sind. Zu groß war das Risiko in Oberbrügge, wo die Filiale in ein Wohnhaus integriert ist, begründete es die Sparkasse damals. Aufgrund der ohnehin geringen Nutzung entschied man sich in den Folgemonaten dazu, die Filiale im größten Ortsteil Halvers komplett zu schließen.

Keine Bäckerei: Um für den Leerstand in Oberbrügge eine geeignete Nachfolge zu gewährleisten, schaltete sich die Stadt ein, die sich gemeinsam mit dem Aktionsbündnis Oberbrügge-Ehringhausen um eine Nachfolge kümmern wollte. Bürgermeister Michael Brosch hatte viele Gespräche und gute Hoffnung auf den Einzug einer Bäckerei, die jedoch alle absagten. Ein Rückschlag für den Ort, der auch den Kiosk mit Brötchenverkauf des Ehepaars Noelle-Niklas vor einiger Zeit verloren hat.

Ein Café? Im Juni wurde dann öffentlich, dass sich Sabrina Wolff für das Ladenlokal interessiert. Sie hatte sich mit ihrem Konzept „Bon Bisou“ für die Nachfolge des Tortenateliers in Halvers Innenstadt beworben, entschieden hatten sich Politik und Verwaltung im Interfraktionellen Arbeitskreis aber für den Mitbewerber Mahesh Hewakandamby und seinen Sohn Akila und deren Konzept „Don Simon‘s“.

Café Umsetzung erst ganz nah, jetzt wieder unklar

Für die Halveranerin begann mit der Absage die Suche nach einer anderen Lokalität, in der sie ihren Traum von einem Café erfüllen kann. War sie in Oberbrügge der Umsetzung sehr nah, herrscht jetzt wieder Stillstand, wie sie auf Anfrage unserer Redaktion sagt. Sie spricht von zwei Investoren, die das Gebäude der Sparkasse kaufen wollten, sich dann aber doch dagegen entschieden. Jetzt stehe sie in Kontakt zu einem weiteren Investor, der im Falle eines Kaufs einen Mieter für das Ladenlokal sucht. Ob Sabrina Nadine Wolff dann einzieht, ist noch unklar.

„Mabisoou“: Die Marke „Bon Bisou“ ist derweil zu „Mabisoou“ geändert worden. Unter diesem Namen verkauft Wolff Fruchtsekt und mehr. Auf der Kirmes konnte man an einem Stand, für den die Stadt kurzfristig noch einen Platz organisiert hatte, einen Eindruck von den Produkten bekommen, die es im besten Fall einmal in ihrem eigenen Café geben soll. Bis dahin kann man die Getränke in Mahesh Hewakandamys Geschäften The Elephants, Hewa Tea Lounge und Temple of Taste erwerben. Der Gewinner der Ausschreibung unterstützt seine Mitstreiterin, was die Halveranerin freut. Ob sie je ein eigenes Café eröffnet, bleibt abzuwarten. Derzeit konzentriert sie sich auf einen Onlineshop, in dem sie ihre Produkte verkaufen kann. Ihre Erfahrung auf der Kirmes mit einem eigenen Stand hat die Halveranerin weiterentwickelt. Sie und einen größeren Wagen kann man fortan mieten für Events und Hochzeiten.

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