Leerstände in Halver: Hilfen für Mieter und Vermieter

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Halver - Das Angebot steht: Mietern und Vermietern mit Rat und Tat zur Seite stehen will die Stadt gemeinsam mit dem Stadtmarketing Halver. Vor dem Umstand der anhaltend hohen Zahl an Leerständen weist man im Rathaus auf verschiedene Möglichkeiten der Hilfe hin.

Auf acht leerstehende Ladenlokale kommt Kai Hellmann, zuständig auch für Wirtschaftsförderung, allein an der Frankfurter Straße. Ein weiterer und ein möglicherweise kommender sind es an der Bahnhofstraße. 

Alleine lösen werde die Stadt dieses Problem nicht, wissen Bürgermeister Michael Brosch und Martin Esken, Geschäftsführer des Stadtmarketings. 

Fachwissen und Kontakte 

Andererseits ist beim Stadtmarketing und in der Verwaltung nicht nur eine Menge Fachwissen angesiedelt. Auch Kontakte zur SIHK können hergestellt werden. Von Stellplatzfragen bis zu Brandschutzvorgaben könnten sich Eigentümer wie potenzielle Mieter direkt erkundigen. Erster Ansprechpartner wird dafür Kai Hellmann (Tel. 0 23 53/7 31 40) sein. „Es gibt Anfragen. Das wollen wir kanalisieren“, macht Hellmann deutlich. Doch manch ein Eigentümer sei verunsichert, ob er beispielsweise und unter welchen Auflagen eine Shisha-Bar unterbringen könnte. Und auch der Mieterseite könne man helfen, einen Blick auf das Geschäftsmodell und den Business-Plan werfen, ob das Vorhaben zu Halver und zur angepeilten Lage passt. 

Flexibilität bei Eigentümern 

Im Kontakt zu Eigentümern hat Esken festgestellt, dass es durchaus Bereitschaft und Flexibilität gebe – auch was Mieterwartungen angehe. So könne man über Staffel- und erfolgsabhängige Mieten sprechen. Ein Eigentümer an der Frankfurter Straße bietet sein Lokal in den ersten drei Monaten beispielsweise kostenfrei an, um einen Mieter zu gewinnen. 

Chancen für Gastronomie 

Und ganz aussichtslos sieht beispielsweise Michael Brosch die Situation für Einzelhandel und Dienstleister an der Frankfurter Straße nicht. Eine gute Pizzeria sähe er dort ausgesprochen gerne und weiß in dieser Hinsicht um eine echte Marktlücke in Halver. Für Esken ist vorstellbar, dass sich möglicherweise auch Handwerker dort präsentieren könnten. Ein wirkliches Fachgeschäft für Tapeten sieht er weit und breit nicht. 

Von den Halveraner Bürgern erhofft wird ein gewisses Umdenken. Wer am Wochenende zur Shopping-Tour nach Lüdenscheid, Hagen oder Dortmund aufbreche, um dort Dinge zu kaufen, die er genausogut in Halver bekomme, tue dem ortsansässigen Handel keinen Gefallen. Und das Angebot in der Stadt selbst könne sich inzwischen durchaus sehen lassen, findet der Bürgermeister und fordert ein „positives Kirchturmdenken“. 

Shop im Shop für Neustarter 

Chancen für Start ups sieht Hellmann noch an anderer Stelle. Wer eine Geschäftsidee habe, sich aber noch nicht an die komplette Eigenständigkeit herantraue, könne ein Shop-im-Shop-Modell ins Auge fassen. Drei solcher Modelle, bei denen sich Geschäftsleute Fläche und Miete teilen, gebe es bereits in der Stadt. Dass sich durchaus etwas bewegen lasse, macht Hellmann an einem anderen Sachverhalt deutlich. In den letzten Jahren habe sich in Sachen Gastronomie eine eigene Kultur in Halver entwickelt. Tortenatelier, das Teehaus Hewakandamby, Spelsberg, Neustadt oder Domenico – wer mittags preiswert und gut essen wolle, sei in Halver gut aufgehoben.

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