LED-Technik hält entlang Halvers Straßen Einzug

Otto Lippert sieht der neuen Technik gelassen entgegen: „Die macht bislang keine Probleme“, weiß der Stadtwerke-Mitarbeiter, der regelmäßig die heimischen Straßenlaternen unter die Lupe nimmt. ▪ F. Zacharias

HALVER ▪ Es war ein langer Weg bis zur ersten LED-Straßenlaterne Halvers: Die Technik, so betonte Stadtwerke-Geschäftsführer Michael Schmidt immer dann, wenn es um den Einsatz dieser Leuchten geht, stecke noch in den Kinderschuhen, erfülle nicht die vorgegebene Norm. Und tatsächlich galt die Ausleuchtung einer Straße mithilfe der als energiesparend angepriesenen Leuchtdioden als kompliziert. Umso mehr freut es Schmidt nun, die erste LED-Teststrecke im Stadtgebiet in Betrieb genommen zu haben.

Seit Ende Dezember sind fünf Laternen entlang des Kirchlöher Weges mit der neuen Technik ausgestattet. Dabei wurden die Stadtwerke laut Schmidt mit der ersten Charge der von der Firma Trilux entwickelten Lampen beliefert. „Die waren sozusagen noch warm, als sie hier ankamen“, sagt der Stadtwerke-Geschäftsführer mit einem Augenzwinkern. Nun gilt es, die Lampen genau im Auge zu behalten: „Anhand der Sichtkontrollen können wir sagen, dass die Ausleuchtung der Straße sehr gut ist. Auch von den Anwohnern haben wir bislang nichts Negatives gehört“, so Schmidt.

Natürlich setzen die Stadtwerke nicht ohne Grund auf die neue Technik: Langfristig sollen sie zu Einsparungen führen, die sich letztlich auch auf die Stadtkasse und das Portmonaie der Bürger auswirken sollen. Noch sind die Einsparungen, die sich mit den LED-Lampen erzielen lassen, jedoch überschaubar, wie Stadtwerke-Mitarbeiter Friedhelm Holzrichter erklärt. „Die neuen Lampen haben inklusive Verlustleistungen eine Anschlussleistung von insgesamt 62 Watt, während die herkömmlichen Natriumdampflampen auf 79 Watt kommen.“ So verbrauchen die LED-Leuchten zwar weniger Strom. Durch die fast doppelt so teuere Anschaffung – die neue Technik schlägt je Einheit mit fast 1000 Euro zu Buche – müssen sie allerdings Jahrzehnte leuchten, ehe sich diese Kosten amortisieren. Bislang rechnet Holzrichter mit einer Ersparnis von jährlich etwa zehn Euro pro Lampe – „dieser Wert lässt sich durch zusätzliche Steuerungsmöglichkeiten allerdings weiter steigern“. So könnten die Laternen etwa tageszeitabhängig gedimmt werden.

Letztlich wollen die Stadtwerke die Teststrecke am Kirchlöher Weg jedoch zunächst dazu nutzen, um sich genauer über die Möglichkeiten und Qualität der LED-Technik zu informieren. „Wir werden den Markt weiterhin beobachten“, verspricht Michael Schmidt. „Noch sind wir von der Massenproduktion weit entfernt. Später werden die Kosten sicherlich sinken.“ Denn ehe man LEDs großflächiger einsetzt, müsse eines geklärt sein: „Die Anschaffung muss sich am Ende rechnen“, betont der Stadtwerke-Geschäftsführer. ▪ Frank Zacharias

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