„. . . lebendige Steine“ bei lebendigem Gemeindefest

Die Dokumentation des katholischen Lebens in Halver wird am Sonntag beim Gemeindefest zum Selbstkostenpreis angeboten. ▪ Pfannschmidt

HALVER ▪ „Total begeistert“ war Ralf Wegerhoff von der Idee, zum Gemeindefest die in unserer Zeitung veröffentlichte 34-teilige Serie von Hans-Jürgen Kammenhuber über die Entwicklung der Katholischen Kirchengemeinde in Halver als Broschüre herauszubringen.

Der Vorsitzende des Gemeinderates von Christus König Halver hat daher alles getan, um die Umsetzung des Vorhabens zu unterstützen. Das Werk ist nun fertig gestellt und soll beim traditionellen Gemeindefest angeboten werden. „Kirche aus lebendigen Steinen“ heißt die Geschichte über „130 Jahre katholisches Gemeindeleben und 80 Jahre Christus-König-Kirche in Halver“. Der Autor, Hans-Jürgen Kammenhuber – ehemaliger Bürgermeister und Mitglied der Kirchengemeinde – wird es nach der Messe am Sonntag persönlich präsentieren und auf Wunsch signieren.

Von den ersten katholischen Christen im 19. Jahrundert bis zur Gegenwart beschreibt Kammenhuber die Entwicklung des katholischen Lebens in Halver. Dem Titel verpflichtet, ganz lebendig, mit einem „Wort zuvor“, mit Bildern und Illustrationen anschaulich gestaltet.

Weil es durch die Neuordnung eine gewisse Zäsur im Leben der Gemeinde gegeben habe, Christus-König-Halver nun mit Breckerfeld, Schalksmühle, Hagen-Dahl und der Filiale Oberbrügge zur Großpfarrei geworden ist, sei die Chronik wohl nicht nur für Gemeinde-Mitglieder von großem Interesse. „Ein Buch für die Nachwelt – und, wenn er da ist, unseren neuen Pfarrer zum Nachschlagen“, sagt Ralf Wegerhoff mit einem Lächeln.

Wichtig war dem Autor, auch gerade vor dem Hintergrund, dass die katholische Kirche sowie die örtliche Gemeinde in den Medien für Schlagzeilen sorgten, das große Engagement der Einzelnen aufzuzeigen. In jeder Krise liegen auch Chancen, meint nicht nur der Autor des neuen Heftes. „Die Zeiten sind endgültig vorbei, in denen sich die Gemeindezugehörigkeit der Laien darauf beschränkt, vor dem Altar zu knien, unter der Kanzel zu sitzen und den Geldbeutel zu zücken“, sagt Kammenhuber. In seiner Chronik wird das Bild einer sehr rührigen Kirchengemeinde gezeichnet, die in Zusammenarbeit mit den Priestern vieles auf die Beine zu stellen vermag, die Verantwortung übernimmt.

Das werde auch jetzt wieder unter Beweis gestellt, wo in den Zeiten ohne eigenen Pfarrer nicht nur das Gemeindefest in vollem Umfang in Eigenverantwortung organisiert und durchgeführt wird, sondern alle Kreise und Gruppen der Christus-König-Gemeinde Halver nachhaltig die Kirche mit Leben füllen, eben „lebendige Steine“ seien. „Um die Zukunft braucht einem deshalb nicht bange zu sein“, findet Kammenhuber. Sein Dank gilt der Kirchengemeinde Halver, die als Herausgeber zeichnet, sowie Heidrun und Harald Rediger, die sich ebenfalls für das Erscheinen der Chronik engagiert haben. „Die Zusammenarbeit war hervorragend.“

Das mit einer Auflagenzahl von 400 Exemplaren gedruckte Heft wurde von HR-Typo (Heidrun und Harald Rediger) gestaltet, die auch mit der Neuauflage des Buches von Alfred Jung „Das alte Halver“ auf große Resonanz – bis ins Ausland – gestoßen sind. Zu haben ist die Chronik zum Selbstkostenpreis von 10 Euro. Nach dem Gemeindefest, das am Wochenende rund um die Kirche gefeiert wird, ist es auch in der katholischen Bücherei an der Hermann-Köhler-Straße erhältlich. ▪ Yvonne Pfannschmidt

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