18 Tagesgäste können in Oberbrügge betreut werden

Neue Tagespflege eröffnet im Frühjahr

In Oberbrügge wird es bald eine Tagespflege geben.
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Matthias Lauermann ist Geschäftsführer der LimA GmbH und präsentiert die künftige Tagespflege, die in Oberbrügge entstehen soll. Zur Zeit laufen noch die Umbauarbeiten.

Erst katholischer Kindergarten St. Georg, dann Tagesspflege. Durch die LimA (Leben im Alter) GmbH zieht in das Haus am Burgweg 21a in Oberbrügge bald wieder Leben ein. Die Arbeiten zum Umbau für die Pflegeeinrichtung laufen auf Hochtouren.

Oberbrügge – Die Ressourcen des Hauses aus den frühen 60er-Jahren zu nutzen und sie mit zeitgemäßen Baumaßnamen an die Bedürfnisse der zukünftigen Besucher anzupassen, war das Bestreben von LimA-Geschäftsführer Matthias Lauermann. „Wir hatten zunächst einen Architekten, der wollte das Gebäude abreißen und neu bauen.“ Weil ihm das nicht gefiel, beendete Lauermann die Zusammenarbeit und fand mit dem Architekturbüro Eicker aus Halver einen regionalen Partner, mit dem es gelang, seine Vision für das Gebäude umzusetzen. Und die wird derzeit verfolgt und umgesetzt.

Garten mit Hochbeet und breiten Wegen

Im Garten laden breite Wege zum Rundgang ein. Blickfang ist der große Silberahorn. „Er konnte erhalten bleiben“, erklärt Lauermann. Auf der davor befindlichen Fläche wird im Frühjahr ein Hochbeet entstehen. Neben dem Nutzgarten sind Blumen und Sträucher geplant. Die große Terrasse bietet Platz für Tische und Stühle. Auch an kleine Besucher denkt Lauermann: Vor allem für die Kinder der Oberbrügger Kita Wunderland bauen die Verantwortlichen einen Sandkasten und ein Klettergerüst auf. So kann Begegnung verschiedener Generationen stattfinden. Breite Türen im gesamten Haus garantieren Barrierefreiheit. Im Gebäude selbst sind derzeit noch viele Handwerker tätig, unter anderem Mitarbeiter des Malerbetriebs Ernst Haake aus Halver.

„Ich habe mir einiges aus dem Waldfrieden abgeschaut“, sagt Lauermann zum Konzept. Seit 2013 arbeitet er dort. Sein Vater Bernd Lauermann unterstützt ihn bei der Planung der neuen Tagespflege. Als Beispiel nannte Matthias Lauermann die offene Küche. Für sie musste eine Wand weichen. Herzstück wird ein großer Tisch, an dem gemeinsam Gemüse geschnippelt werden kann, das zuvor im Hochbeet geerntet wurde.

Moderne Technik

Was direkt auffällt: Fünf Dachflächenfenster sorgen für Tageslicht im ehemaligen Kita-Flur. Die Decke wurde zudem auf 2,70 Meter angehoben. In allen Zimmerdecken steckt moderne Technik: Eine Infrarot-Heizung sorgt darin für Strahlungswärme nach unten. „Sie wärmt die Menschen im Raum, nicht die Luft“, erklärt Lauermann. Das Verfahren ist relativ neu.

Durch ein Rohrsystem erfolgt ein Luftaustausch: Frischluft wird eingeleitet, verbrauchte Luft nach außen befördert. Dabei wird die Wärme der verbrauchten Luft teilweise an die Frischluft weitergegeben. Diese Heizung verhindert Staubaufwirbelung. „Das ist wichtig für Allergiker.“ Die Lüftung spielt auch im Hinblick auf den Schutz vor einer möglichen Corona-Infektion eine wichtige Rolle.

Ruheräume und Raum für Physiotherapie

Wenn alles fertig ist – Mitte Februar bis Mitte März, schätzt Matthias Lauermann –, ist Platz für 18 Tagesgäste. Sie werden tages- oder wochenweise von sieben Vollzeitpflegekräften sowie fünf bis sieben Teilkräften betreut. An den Tischen in den drei großen Gemeinschaftsräumen wird gemeinsam gegessen, geplaudert, gespielt. „Männer möchten vielleicht gemeinsam Fußball schauen“, meint Lauermann. Darüber hinaus beinhaltet das Konzept Ruheräume und einen Raum für Physiotherapie und Gymnastik. Die Sanitäranlagen werden an die Bedürfnisse älterer Menschen angepasst. Dazu gehört neben dem Einbau einer (barrierefreien) Dusche auch eine Badewanne für ein Wellnessbad. „Wenn jemand sagt: Ich habe zuhause eine Dusche, würde aber so gerne mal wieder baden, ist das möglich,“ sagt er.

Positive Resonanz

Die Resonanz der Bevölkerung auf das neue Projekt ist durchweg positiv. „Viele sehen es als eine Bereicherung für den Ortsteil“, sagt Lauermann. Es gibt Anfragen aus Halver, Oberbrügge und Ehringhausen. „Viele Menschen möchten in ihrem angestammten Viertel bleiben.“

„Der Tapetenwechsel hat viele Vorteile: Unsere Tagesgäste kommen mit anderen Senioren in Kontakt, erhalten nötige pflegerische Leistungen und können an Aktivitäten teilnehmen“, erklärt Lauermann.

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