Neuer Dorfplatz auf der Friedrichshöhe

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Seit Donnerstag laufen die Arbeiten am Allgenerationenplatz, dem „Tor zu Südwestfalen“ in Schwenke.

Halver - Ein Multifunktionsplatz zum Kicken für die Kinder und Jugendlichen aus dem Dorf, Bänke, eine Schutzhütte für Wanderer, Knotenpunkt für Wanderer und Radler – das und mehr ist der Plan des TuS Ennepe für die Freifläche an der F. K. Söhnchen Arena.

Tor zu Südwestfalen ist der Arbeitstitel des Projekts mit einer Größenordnung von fast 80 000 Euro, zu zwei Dritteln getragen durch das Europäische Förderprogramm Leader, zu einem Drittel durch den Verein, der sich auch um den Erhalt der Anlage kümmern wird. 

Der Begriff des Tores zu Südwestfalen wird verständlich, wenn man am Aussichtspunkt am östlichen Rand des Vereinsgeländes steht. Fast 180 Grad umfasst das Panorama. In nördlicher Richtung sind die Ausläufer von Breckerfeld zu erkennen, westlich Halver und Lüdenscheid mit seinen Kirchtürmen und dem Phänomenta-Turm.

Weiter östlich sind es die Höhen des Ebbegebirges mit der Nordhelle, Erhebungen des Sauerlandes und schließlich im Süden Windräder in Richtung Gummersbach. Ein bisschen Buschwerk steht noch im Weg, doch seit Donnerstag rollen Bagger und Lkw, um die Fläche herzustellen. 

Dazu gehören auch Zuwegungen neben dem Kunstrasenplatz des Vereins, die mit einer wassergebundenen Decke angelegt werden. Sie sind die Schnittstelle zur Anbindung an das Radwegenetz und die Wanderwege, die dort zusammenlaufen. 

Panorama-Rundweg in Planung

Ein Panorama-Rundweg ist ebenfalls als Leader-Vorhaben in der Planung, verrät Friederike Schriever, Leader-Regionalmanagerin der Städte und Gemeinden Oben an der Volme, die stellvertretend für ihre Kollegin Susanne Neumann und zusammen mit Bernd Eicker am Dienstag das Projekt vorstellte. 

Anfang 2017 war die Idee entstanden, die die Lokale Aktionsgruppe (LAG) für förderwürdig erachtete. „Lebenswerte Städte und Dörfer“ lautete das Handlungsfeld, in dem sich der rührige Sportverein jetzt engagiert und nicht nur seine vorhandene Infrastruktur, sondern auch die erforderliche Manpower einbringen will. 

Der TuS hat sein Vereinsgebäude auf der Friedrichshöhe, das bei Bedarf auch bewirtschaftet wird. Auch eine Ladestation für E-Bikes und eventuell auch Elektroautos steht auf der Liste. „Wir sind ein lebendiger Verein“, sagt Eicker, der als Kassierer das Antragsverfahren vorangetrieben hat und sich dafür begeistern kann.

"Das ist Lebensqualität"

„Das ist Dorfleben hier, das ist Heimat“, sagt er über die Idee. Und die Regionalmanagerin ist „beeindruckt, was so ein Verein leisten kann“. Nicht zuletzt dieses Engagement sei Auslöser für den positiven Bescheid gewesen. „Das ist Lebensqualität in Südwestfalen“, sagt sie.

 Der Allgenerationenplatz des TuS Ennepe dürfte dabei nicht das letzte Vorhaben im Leader-Prozess in der Region sein. Bis Ende 2020 sind noch Anträge auf Fördermittel möglich. Rund 900 000 Euro beträgt das verbliebene Volumen. 65 Prozent der Kosten kommen aus dem Fördertopf, 35 Prozent trägt der Antragsteller. Für Kleinprojekte bis zu einer Größenordnung von 2000 Euro ist das bürokratische Verfahren deutlich entschlackt. Nähere Auskünfte gibt es bei Friederike Schriever:

leader@ obenandervolme.de Tel. 0 23 59/66 14 44 Stadt Kierspe Springerweg 21, 58566 Kierspe

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