VHS-Lauschsalon: Applaus zum Geburtstag

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Halver - Vergnügliche, romantische und furchterregende Erzählungen stellten Erzählerin Anja Bilabel und Musikerin Verena Volkmer auf Einladung der Volkshochschule Volmetal am Donnerstagabend in ihrem Hörtheater vor.

Kein Wunder, dass da der Saal im Kulturbahnhof ganz schnell zum „Lauschsalon“ wurde, in dem ein aufmerksames Publikum mit großem Interesse den geschickt zusammengestellten Programmpunkten folgte.

Ein paar Gäste mehr hätten es bei dem nicht alltäglichen Projekt schon sein können. Die gut 20 Besucher wurden liebevoll von VHS-Zweigstellenleiterin Erika Held willkommen geheißen. Ihr Mann Dieter richtete derweil mit den beiden Künstlerinnen den Spielort her. Begrüßt wurde das Publikum dann von VHS-Leitern Marion Görnig.

Mit „Lord Arthur Saviles Verbrechen“, geschrieben von Oscar Wilde, servierte die Schauspielerin und Rundfunksprecherin Anja Bilabel eingangs eine amüsante und zugleich nachdenkliche stimmende Geschichte über einen jungen Adeligen, der sein Glück nur finden kann, indem er einen Mord begeht.

Truman Capotes Erzählung vom Raben Lola folgte. Sie machte die Zuhörer sichtlich betroffen – hätte sich doch jeder gewünscht, dass der kecke Rabe am Ende bei seinem Herrn bleiben kann. Das Stück „Die Maske des roten Todes“ von Edgar Allen Poe bildete den Abschluss des Programms. Gekonnt vorgetragen und musikalisch punktgenau untermalt, wurde die schaurige Geschichte über die Pest zum Höhepunkt des Abends. Verse und Zitate in englischer Sprache von Robert Frost und William Shakespeare bildeten während des atmosphärisch dichten Programms die Übergänge zwischen den drei Erzählungen.

Anja Bilabel stammt aus Berlin. Nach ihrem Schauspielstudium hatte sie Engagements an deutschen Stadttheatern. Seit 1998 stellt sie Abende mit erlesener Prosa und Lyrik der Weltliteratur zusammen und nennt dieses Projekt Lauschsalon.

Musikalische Begleiterin ist aktuell die Harfinistin Verena Volkmer. Sie ist auch Leiterin der Musikschule in Selm und durfte sich in Halver über besondere Glückwünsche freuen, hatte sie doch am Veranstaltungstag Geburtstag. Der gelungene Abend mit dem lang anhaltenden Schlussapplaus wird ihr als Geschenk in Erinnerung bleiben. - ks

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