Digitalisierung an den Schulen

Laptops und Tablets in die Schulen: Schüler und Lehrer sollen ausgestattet werden

Digitalisierung Schulen Halver AFG Tablet Symbolfoto
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Tablets und Laptops für alle Schulen: Das ist der Plan der Stadt Halver, der im Ausschuss am Mittwoch vorgestellt wird.

Die Stadt Halver als Schulträger will Lehrer und Schüler flächendeckend mit digitalen Endgeräten, das heißt Laptops beziehungsweise Tablets, ausstatten.

Halver – Mehr als 200 000 Euro sollen im Rahmen des digitalen Medienentwicklungsplans in das Vorhaben fließen. Finanziert wird es durch Förderprogramme des Landes Nordrhein-Westfalen. Es gilt für alle Schulen in Halver.

Bei den Geräten für die Schüler ist die Bereitstellung der Technik an die Bedingung geknüpft, dass finanziell schlechter gestellte Familien das jeweilige Gerät selbst nicht finanzieren können. „Ausgleich sozialer Ungleichgewichte“ heißt das in der Förderrichtlinie. Eine genauere Beschreibung sei in der Richtlinie nicht enthalten, heißt es in der Vorlage für den nächsten Ausschuss für Bildung und Jugend. Daher legt die Schulverwaltung der Stadt Halver zunächst zugrunde, dass Schüler beziehungsweise Familien einen Anspruch auf Leistungen aus dem Bildungs- und Teilhabegesetz haben, das heißt bei Grundsicherung, Arbeitslosengeld II oder weiteren Kriterien.

Für die Geräte, die diesen Schülern zur Verfügung gestellt werden sollen, geht es um etwa 127 000 Euro. Der Anteil der Stadt als Träger an dieser Summe beträgt zehn Prozent, die aber über das Förderprogramm Gute Schule abgedeckt werden. Der Landeszuschuss liegt bei 113 750 Euro für die Stadt Halver. Für die Lehrer ist kein städtischer Anteil veranschlagt. An dieser Stelle stehen 81 500 zur Verfügung.

Schulträger bleibt Eigentümer

In beiden Fällen ist das vorgeschlagene Verfahren ähnlich. Mit Lehrern wie Schülern wird ein entsprechender Leihvertrag abgeschlossen, in dem der Umgang mit der Technik geregelt wird. Laptop und Tablet bleiben Eigentum des Schulträgers. Der förderfähige Höchstbetrag pro Gerät liegt bei 500 Euro einschließlich Betriebssystem und weiterer Software. Die Nutzung ist vertraglich ausschließlich auf die schulischen Belange beschränkt.

Die Beschaffung – soweit der Fachausschuss zustimmt – erfolgt zum einen aufgrund des bereits 2019 beschlossenen Medienentwicklungsplans der Stadt Halver, aber zugleich auch aufgrund der Entwicklungen durch die Corona-Pandemie. Der Distanzunterricht ist dem Präsenzunterricht aufgrund der aktuellen Erlasslage gleichwertig. Er könne dann erteilt werden, wenn die technische Ausstattung dafür bereitstehe – und zwar für Schüler wie auch für Lehrkräfte. Auch mit der Teilnahme am Distanzunterricht gelte die Schulpflicht als erfüllt.

Projektgruppe „Digitale Endgeräteausstattung“

Das weitere Vorgehen mit Blick auf die Medienentwicklung der Schulen soll eine eigene Projektgruppe „Digitale Endgeräteausstattung“ erarbeiten. Jede Ratsfraktion soll ein Mitglied in diese Gruppe entsenden, die für die erste Sitzung des Bildungsausschusses im kommenden Jahr einen Beschlussvorschlag einbringen könnte.

Der Ausschuss für Bildung und Jugend tagt am Mittwoch, 23. September, ab 17 Uhr im Kulturbahnhof.

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