"Die lange Nacht der Planeten" - Astronomietag im Oktober

Teleskop Planet Himmel Halver
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Mit dem bloßen Auge sind einige Planeten am Himmel nicht erkennbar. Dann greift Joachim Kruse zu Hilfsmitteln.

Der Mond, die Venus und die sieben Sterne der Plejaden boten Ende März ein leuchtendes Schauspiel am Nachthimmel. Grund genug, um den Astronomietag auf dieses Datum zu legen. Leider nahm das Coronavirus keine Rücksicht auf dieses Naturschauspiel und der Termin musste verschoben werden. Am 24. Oktober holt die Vereinigung der Sternfreunde die Veranstaltung unter dem Motto „Die lange Nacht der Planeten“ in Halver nach.

Halver – Und auch diesmal hat der Nachthimmel einiges zu bieten. „Wenn der Himmel klar sein sollte, werden fünf Planeten zu sehen sein“, weiß Joachim Kruse, der den deutschlandweit stattfindenden Astronomietag in Halver veranstaltet. „Wir sehen dann den Halbmond als hellstes Objekt. Links davon wird als zweithellstes Objekt der Mars zu sehen sein.“ Warum dieser Planet nur alle zwei Jahre so hell leuchtet, wird er während der Veranstaltung auf dem Collenberg verraten. „Rechts vom Mond befinden sich Jupiter und Saturn, die schon den ganzen Sommer über mit bloßem Auge zu sehen sind.“ Wer auch die Nachbarplaneten Uranus und Neptun sehen möchte, muss allerdings zum Teleskop greifen. Mit diesem optischen Hilfsmittel kann im Oktober auch unser Erdtrabant genauer erkundet werden. Kruse: „Ein besonderes Highlight wird sein, dass mit dem Teleskop bestimmte Kraterkonstellationen auf dem Mond zu sehen sein werden.“

Gemeinsames Treffen am Collenberg

Auch die vier Monde des Jupiters und Details vom Mars werden erkennbar sein. Das zweite große Hobby des Halveraners ist die Astrofotografie. „Ich werde auch zeigen, was mit einfacheren fotografischen Mitteln möglich ist“, verspricht der Hobby-Fotograf. Mit der richtigen Technik und der passenden Belichtungszeit können lichtschwächere Objekte noch besser sichtbar gemacht werden. Wer den Geheimnissen des Weltalls ein gutes Stück näher kommen möchte, kann am Samstag, 24. Oktober, ab 19 Uhr zum Parkplatz bei der Skihütte am Collenberg kommen. Wer ein Teleskop besitzt, kann es gerne mitbringen. Auch das Fotografieren ist unter fachmännischer Anleitung möglich: „Dazu sollte man einen Fotoapparat mitbringen, ein Stativ, ein Weitwinkel- und – wenn vorhanden – ein Teleobjektiv. Ein 200mm-Objektiv wäre schon ratsam.“

Ein Teilnahmebeitrag muss nicht gezahlt werden, eine Anmeldung ist auch nicht erforderlich. „Die Vereinigung der Sternfreunde ist deutschlandweit aktiv. Dem Verein sind Sternenwarten und Amateur-Astronomen angeschlossen“, erklärt Kruse. Einmal im Jahr sollen die himmlischen Themen, mit denen sich die Fachleute befassen, auch der interessierten Öffentlichkeit näher gebracht werden. Der Collenberg wurde nicht nur wegen seiner Bekanntheit für die Aktion ausgewählt.

„Es gibt natürlich wesentlich dunklere Ecken, aber schon während der Mondfinsternis 2018 haben sich hier unabgesprochen viele Menschen versammelt, um sich das anzusehen“, sagt der Halveraner. Die Parksituation sei gut, es ist abseits der Stadt gelegen, und vor allem habe man einen sehr guten Rundumblick. „Da sich das ganze Geschehen im Südosten bis Südwesten abspielt, ist der Collenberg auch ideal, weil die Blickrichtung ins Bergische Land geht. Lüdenscheid liegt im Hintergrund. Die Sicht wird also nicht durch zu viel Licht gestört.“

Weitere Informationen

Wer weitere Infos zu dem Astronomietag haben möchte, kann sich per E-Mal an infojoachim.kruse@online.de wenden. Das Ende der Veranstaltung wird gegen Mitternacht sein.

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