Lange Investitionsliste in Halver

Stadt im MK investiert 21 Millionen Euro in Schulen, Straßen und Feuerwehr

Auf der Löbke
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Auch eine Straßenerneuerung nach Kommunalabgabengesetz steht auf der Liste.

Für Mitarbeiter der Stadt und ehrenamtliche Kommunalpolitiker ist es (meist ungeliebtes) Pflichtprogramm: Der städtische Haushalt muss aufgestellt und eingebracht, beraten und beschlossen werden. 330 Seiten umfasst der eigentliche Plan. Dazu kommt der Vorbericht mit allein 84 Seiten. Auf sechs davon steht, was im kommenden und in den Folgejahren wichtig wird.

Halver - Die Seiten 18 bis 23 liefern die Projektübersicht. Am Ende steht mit 20,893 Millionen Euro die Summe der Investitionen, die getätigt werden sollen – für Schulen und Feuerwehr, Kanäle und Barrierefreiheit.

Zuschüsse

Das stemmt die Stadt Halver nicht allein. 7,414 Millionen Euro fließen voraussichtlich als investive Einnahmen in die Kasse, zum Bespiel 1,32 Millionen Euro als Investitionspauschale, 620 000 Euro als Schuld- und Bildungspauschale und 60 000 Euro an Sportpauschale. Die dicksten Brocken und ein paar Kleinigkeiten hat sich der Allgemeine Anzeiger einmal angeschaut:

Radwege

Mehrere Millionen Euro stehen 2022 und in den Folgejahren für den Radwegebau auf der Liste. Allerdings ist es ein Nullsummenspiel bei den 1,53 Millionen Euro für die Trasse von der Stadtgrenze zu Radevormwald bis Altemühle. Das Geld wird rückerstattet vom Landesbetrieb Straßen.NRW. Das gilt ebenso für die alte Bahntrasse nach Oeckinghausen. die für 2023 mit einer Million Euro berücksichtigt ist.

Feuerwehr

Weiteres Großprojekt ist das Gerätehaus in Anschlag, das im kommenden Jahr in Angriff genommen wird. 1,4 Millionen stehen im Entwurf für 2022, weitere 1,3 im Folgejahr. Mit 250 000 Euro greift allerdings das Land der Stadt fördernd unter die Arme.

Lüftungsanlagen

Vorgemerkt ist bereits die Anschaffung dezentraler Lüftungsanlagen an Schulen. 1,25 Millionen stehen dafür im Ansatz des Entwurfs. Doch auch hier winkt eine Förderung n Höhe von einer Million Euro, so das Planwerk, das allerdings bis Dezember noch überarbeitet werden muss.

Straßenerneuerung

Neben dem normalen konsumtiven Straßenunterhaltungsprogramm stehen auch Erneuerungsmaßnahmen nach dem Kommunalabgabengesetz ins Haus. 1 Million Euro sind angesetzt für die Aufarbeitung der Straße Auf der Löbke, wobei die Stadt 414 000 bei Anwohnern als Beteiligung einsammeln möchte. Auch ländliche Wegebauprojekte sind erneut ins Auge gefasst in einer Größenordnung von 1,166 Millionen Euro, abhängig allerdings davon, ob hierfür Fördermittel eingeworben werden können.

Energie

Ein Dauerbrenner ist im Haushaltsentwurf für das kommende Jahr nicht mehr zu finden. Dabei geht es um die „Ablösung von Heizungsanlagen aus Contracting“. Die Verträge mit dem früheren Wärmelieferanten für öffentliche Gebäude, insbesondere Schulen, sind nach 15 Jahren ausgelaufen. Die Stadt übernimmt die Heizungsanlagen zum Zeitwert und kümmert sich künftig in eigener Regie um Wärme. Die Ausgaben in 2021 lagen dafür noch im sechsstelligen Bereich. Damit ist das Kapitel Contracting beendet.

Baubetriebshof

Starten will man im nächsten Jahr dann auch mit dem Neubau des Sozial- und Betriebsgebäude des Bauhofs. Das hätte in diesem Jahr anlaufen sollen, wurde aus Kapazitätsgründen und eventuellen Aussichten auf eine Förderung ins Jahr 2022 geschoben. Jeweils 600 000 Euro im kommenden und im Folgejahr sind dafür vorgesehen.

Turnhalle

Und ins kommende Jahr geschoben wurde auch der Posten von 337 000 Euro für die energetische Sanierung der Turnhalle in Oberbrügge und weiteren 100 000 Euro im Folgejahr. Allerdings winkt auch hier eine hohe Förderung von 390 000 Euro.

Barrierefreiheit

Viel Geld steckt die Stadt auch in die Barrierefreiheit ihrer öffentlichen Einrichtungen Eine Million Euro sollen dafür in der Lindenhofschule und im Anne-Frank-Gymnasium für Aufzüge investiert werden, jeweils in Tranchen von 200 000 Euro im kommenden Jahr und 2023. Auch das Lern- und Begegnungszentrum soll barrierefrei über einen Aufzug erschlossen werden. Beteiligt sind daran mit mehreren Haushaltspositionen das AFG, die Humboldtschule, Musikschule und Volkshochschule.

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