Landwirte wünschen sich angemessene Preise

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Bei der Jahreshauptversammlung des landwirtschaftlichen Ortsverbandes Halver wurde der Vorstand im Amt bestätigt.

Halver -  Schon bei der Begrüßung drückte Thomas Wiethege den Wunsch der Landwirte für das Jahr 2015 aus: Angemessene Preise zu erzielen für die hochwertigen Produkte, die die Landwirte produzieren, eine verständnisvolle Bevölkerung und nicht zuletzt besseres Wetter als in diesen Tagen.

Von Ursula Dettlaff

Der Vorstand

...des landwirtschaftlichen Ortsvereins:

Vorsitzender: Thomas Wiethege

Stellvertreter: Michael Loitz

Kassierer: Henning Wolf

Stellvertreter: Harald Hager

Schriftführer: Markus Holzrichter Stellvertreter: Frank Becklönne

Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit: Bernd Reininghaus, Heidrun Mesenhöller

Milchausschuss: Ernst Berbecker, Thomas Apelt

Kreisverbandsausschuss: Thomas Wiethege, Ernst Berbecker, Stefan Pastoors

Ausschuss Nebenerwerb: Heidrun Mesenhöller

Auf der Jahreshauptversammlung des landwirtschaftlichen Ortsverbandes Halver waren die Wahlen eher Nebensache: Einstimmig wurde Thomas Wiethege als Vorsitzender wiedergewählt. Er ist gleichzeitig Stellvertreter von Michael Loitz, der als Ortslandwirt ebenfalls im Amt bestätigt wurde. Neben den 30 Mitgliedern des Ortsverbandes waren auch Kreislandwirt Dirk Voß, Dr. Harald Lopotz, Geschäftsführer der Kreisstellen Märkischer Kreis/Ennepe-Ruhr, Ruhr-Lippe und Soest, Ludwig Krämer, Geschäftsführer des landwirtschaftlichen Kreisverbandes und GünterButtighoffer, Vorsitzender des Kreisverbandes nach Halver gekommen.

„Statistisch gesehen war 2014 das Jahr mit den meisten Sonnenstunden, gefühlt das mit den meisten Regenschauern“, begann Thomas Apelt den Jahresrückblick. Ebenso wie seine Berufskollegen hält er die Auswirkungen des Freihandelsabkommens mit den USA und Kanada für gravierender als Beschlüsse der Landespolitik. Er benutzte einen Begriff, der im Laufe des Abends noch häufiger angesprochen wurde: volatile (bewegliche) Märkte.

Über die Entwicklung auf dem Milchmarkt und die veränderlichen Absatzbedingungen sprach Günter Buttighoffer: „Nach drei Jahrzehnten endet die Milchquote am 31. März 2015. Man muss sagen, dass sie ihr Ziel verfehlt hat, auf lange Sicht stabile Preise zu erzielen. Trotz der marktregulierenden Wirkung gab es Preisschwankungen von bis zu 20 Cent pro Liter.“ Mit der gegenwärtigen Preisentwicklung zeigte er sich zufrieden, machte zugleich jedoch deutlich: „Unsere Molkereien werden sich verstärkt bemühen, neue Absatzmärkte zu erschließen.“ Buttighoffer ging ebenfalls auf das Thema „Gülle-Importe“ ein. Da gäbe es Praktiken „einiger Berufskollegen, die zu einigem Ärger geführt hätten“, räumte er ein.

Ludwig Krämer bezog Position zur Jagdrechtsnovelle und zur Änderung der Düngeverordnung. Seine Meinung stieß auf ungeteilte Zustimmung: „Ich habe das Gefühl, damit soll ein weiteres bürokratisches Monster in die Welt gesetzt werden.“ Ein Verdacht, der dem Laien auch beim Thema „Agrarreform“ kommen könnte.

Gleichwohl referierte Dr. Harald Lopotz anschaulich und mit praxisbezogenen Beispielen über diesen Bereich. Sein Fazit: „Das System ist nicht einfacher, aber in vielen Fällen gerechter geworden.“ Die Ausführungen lieferten auch nach Ende des offiziellen Teils noch jede Menge Gesprächsstoff für die Landwirte.

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