Mahnfeuer am Dienstag

Die Landwirte wollen reden - auch in Halver

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25 Landwirte aus Halver und Breckerfeld fuhren am Montag zur Kundgebung nach Hagen.

Halver - Anfang der Woche sorgten Landwirte deutschlandweit für Aufsehen. In Berlin fand eine Demo am Dienstag statt. In der Hagener Innenstadt gab es am Montag eine Kundgebung. Auch Landwirte aus Halver und Breckerfeld beteiligten sich wieder.

Im Oktober fuhr der Halveraner Lukas Loitz bereits mit anderen Landwirten aus Halver und Breckerfeld nach Bonn zur ersten Demo. Am Montag machten sich insgesamt 25 Landwirte mit 15 Traktoren auf den Weg nach Hagen. Ein Landwirt nahm auch den langen Weg nach Berlin auf sich: Uwe Schulze aus Halver. 

Ein Sonderzug mit 800 Leuten fuhr von NRW nach Berlin. Für die Landwirte, die nicht nach Berlin fahren konnten oder wollten, wurde die Kundgebung in der Hagener Innenstadt veranstaltet. „Wir sind nicht nur spazieren gefahren“, betont Loitz. Die Landwirte wollten mit Menschen ins Gespräch kommen. „Es geht darum, unsere Standpunkte zu vertreten.“ Nach dem Halt in Hagen ging es für die Landwirte weiter nach Dortmund, Unna und Hamm. 

"Die Landwirtschaft ist nicht alleine Schuld"

Die Halveraner und Breckerfelder Landwirte wollen vor allem eins klar stellen: „Wir sind nicht gegen den Naturschutz“, sagt Loitz. Aber es müsse darüber gemeinsam entschieden werden. „Erfolgreicher Umwelt- und Naturschutz ist aber nur möglich, wenn er im Dialog und in Kooperation mit uns Landnutzern und Eigentümern entwickelt und praxistauglich umgesetzt wird“, heißt es in einem Flyer, den Landwirte aus NRW gemeinsam entwickelt haben.

Die Landwirte mit ihren Traktoren sorgten nicht nur für Verkehrschaos. Sie informierten interessierte Menschen in Hagen.

„Die Landwirtschaft ist nicht alleine Schuld am Klimawandel“, betont Loitz. Er und andere Landwirte seien auch bereit, mehr für den Klimaschutz zu tun. Dennoch seien sie nicht alleine verantwortlich. „Wir stellen uns den gestiegenen Anforderungen der Gesellschaft um Tier-, Natur-, Umwelt- und Klimaschutz und nehmen unsere Verantwortung an“, sind sich die Landwirte in NRW einig. 

Mahnfeuer am Dienstag im Stadtgebiet

Aber lohnen sich die Demonstrationen, die kilometerlangen Staus durch die Traktoren und die weiten Fahrten? Lukas Loitz und seine Mitstreiter antworten mit einem klaren Ja. „Die Leute hören einem zu und sind interessiert“, sagt der Halveraner Landwirt. „Allein deswegen lohnt es sich.“ Es sei ihm wichtig, die Leute mitzunehmen. Daher gibt es auch einen Flyer, der die Menschen über den Standpunkt der Landwirte in NRW informieren soll.

Die wurden unter anderem auch am Dienstagabend an verschiedenen Stellen in Halver verteilt: Denn bundesweit wurden um 17 Uhr Mahnfeuer entzündet – so auch an mehreren Stellen in Halver, zum Beispiel in Hagebüchen und an der B229 an der Ennepe.

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