Landwirte freuen sich über gute Ernteerträge

Der erste Grasschnitt ließ in diesem Jahr zu wünschen übrig. Erst der sonnige Juli brachte den Landwirten im zweiten und dritten Schnitt eine gute Silageernte. -  Foto: Hoppe

Halver - Derzeit sind riesige Mähdrescher auf den Feldern rund um Halver unterwegs, um die Getreideernte einzufahren. Ob Weizen, Gerste oder Hafer, der Ertrag in diesem Jahr war gut, sagt Michael Loitz, Ortslandwirt aus Ennepe. Dabei fing das Jahr für die Bauern gar nicht so vielversprechend an.

„Der erste Schnitt Gras war in diesem Jahr leider nichts. Das hat uns zu Beginn der Erntezeit im Mai und Juni besondere Schwierigkeiten bereitet“, erläutert Loitz. Zwar werde der erste und in diesem Jahr qualitativ schlechte Schnitt Silage an das Vieh verfüttert, was jedoch Auswirkungen auf die Milchgabe bei der Kuh habe, so Loitz. „Bei guter Silage gibt die Kuh etwa zehn Liter Milch, bei schlechter sind es im Schnitt gerade mal sechs Liter.“ Die fehlenden Nährstoffe in der Silage müsse man dann über zusätzliches Kraftfutter ergänzen.

Erst der zweite und dritte Schnitt Grassilage ab Ende Juni wurde besser, dann habe glücklicherweise auch wieder die Qualität gestimmt, so Loitz. „Wir sind mit einem blauen Auge davon gekommen.“ Generell hätten die Landwirte in diesem Jahr aber große Mengen Silage und Heu einfahren können, „das Gras war in Wachslaune“, so die Bilanz des 45-Jährigen. Um den ersten Schnitt nicht „pur“ verfüttern zu müssen, ist Loitz dazu übergegangen, den ersten und zweiten Schnitt übereinander zu fahren um ihn vermischt zu verfüttern.

Mehr als mannshoch steht derzeit der Mais auf den Feldern. Ende Oktober geht es auch ihm „an den Kragen“, bis dahin aber kann er noch wachsen und gedeihen. Mit der Entwicklung der Maispflanzen ist Loitz in diesem Jahr mehr als zufrieden. Denn durch das kalte und nasse Frühjahr hätten sich die Pflanzen nur langsam entwickeln können und hatten daher mit Startschwierigkeiten zu kämpfen. Aber der sonnige und warme Juni und August haben das Ruder noch einmal herum gerissen. Die großen Kolben an den Pflanzen versprächen nun eine sehr gute Ernte, so der Ortslandwirt.

Nicht beschweren können sich die Bauern laut Loitz derzeit auch über die Getreideerträge. „In der Nacht von Freitag auf Samstag wurde die ganze Nacht hindurch gedroschen.“ Kurzzeitig konnte am Samstag die Genossenschaft daher kein Getreide mehr annehmen. „ Die Speicher waren voll.“ Die Getreideernte wird voraussichtlich noch Ende dieser Woche vollkommen abgeschlossen sein.

„Der warme und trockene Sommer hat in diesem Jahr viel gerettet und das kalte Frühjahr wieder wett gemacht“, bilanziert der Landwirt aus Ennepe. Auch über zu viel oder zu wenig Regen könne er sich nicht beschweren. Loitz: „Ich bin zufrieden.“

Von Friederike Domke

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