Auch Halver wechselt von rot auf schwarz

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Im Rathaus wurden die Briefwahlbezirke ausgezählt.

Halver - Halver wechselt von rot auf schwarz. Im Vergleich zu zu 2012 haben sich die Mehrheitsverhältnisse komplett verschoben.

„Ich habe mit einem so deutlichen Sieg der CDU nicht gerechnet“, sagte Bürgermeister Michael Brosch (SPD) sichtlich mitgenommen im Rathaus nach Veröffentlichung der ersten Prognosen. „Die erste Gratulation gilt natürlich dem Wahlgewinner.“

Zu diesem Zeitpunkt war nicht klar, ob Gordan Dudas als SPD-Kandidat im Wahlkreis 123 seinen Sitz im Landtag überhaupt behalten würde. Doch das Desaster der Landes-SPD war da bereits offenkundig. In Halver rutschte sie in deren Sog ab von fast 40 auf 32 Prozent.

In den Landesjubel der FDP konnte sich auch deren Kandidatin Angela Freimuth einreihen. Mehr als 12 Prozent der Zweitstimmen bedeuten für ihre Partei nach 8,6 Prozent im Jahr 2012 einen dramatischen Zugewinn. Die Grünen hingegen gehen deutlich gerupft aus dieser Wahl hervor. Ihr Anteil sank von mehr als 9 auf etwas über 5 Prozent.

Erstmals in NRW angetreten war die AfD mit teilweise bemerkenswerten Zahlen in den einzelnen Stimmbezirken. Im DRK-Gebäude erhielt sie 12 Prozent von den Zweitstimmen und 9,4 Prozent in der Realschule – beides große innerstädtische Stimmbezirke.

Die CDU verbuchte ihre stärksten Anteile mit mehr als 40 Prozent in Grünenbaum, Schwenke und Bommert. Die SPD war am erfolgreichsten in Bethanien, Ganztags- und der Realschule. 18 Prozent in Bommert waren schlechtester Wert der Genossen auf Halveraner Gebiet.

Nach der langen Wahlnacht, die sich durch Auszählprobleme hinzog, gewann Michael Brosch dem Erdrutsch in NRW auch positive Aspekte ab. „Gewonnen hat die Demokratie“, stellte er fest im Hinblick auf die hohe Wahlbeteiligung und die Vielzahl neuer und junger Wähler, die am Sonntag in die Wahllokale gekommen waren.

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