Ende des Engagements für die Stadt

Roland Pfeiffer

OBERBRÜGGE - Er will nicht als schlechter „Verlierer“ dastehen - zumal er als Drittplatzierter keiner ist. Er will auch nicht übermäßig klagen. Doch die Enttäuschung ist Roland Pfeiffer deutlich anzumerken: Der Landschaftsarchitekt aus Oberbrügge ist verärgert. Und das dürfte auch Konsequenzen für die Gestaltung des Kreisverkehrs haben.

Gleich zwei aktuelle Themen beschäftigen Pfeiffer besonders: Zum einen die Kommunikation der Stadtverwaltung, die zwar den Sieger des Realisierungswettbewerbs für das „Quartier Rathaus“ ausführlich hervorhob. Auf eine besondere Erwähnung eines der beiden Drittplatzierten wurde jedoch verzichtet: Immerhin gelang es Pfeiffer, als einziger heimischer Landschaftsarchitekt, „aufs Treppchen“ zu kommen - wohlgemerkt, nachdem die Jury die anonymen (!) Entwürfe gesichtet hatte. „Dies verdeutlicht meines Erachtens, wie mit ortsansässigen Firmen und Dienstleistern umgegangen wird.“ In anderen Kommunen erfahre man aufgrund jahrelanger Tätigkeit eine wesentlich stärkere Wertschätzung, so Roland Pfeiffer, der betont, immer mal wieder ehrenamtlich für die Stadt tätig gewesen zu sein. „Wenn man etwa Probleme mit einem Spielplatz und dessen Wirkung auf Anwohner hatte, wurde ich gefragt, ob ich mir das nicht mal angucken würde. Das habe ich dann auch gemacht.“ Dabei räumt der Landschaftsarchitekt ein, dies natürlich auch mit Blick auf eventuelle Aufträge getan zu haben, „um wenigstens einen geringen Ausgleich für die ehrenamtliche Tätigkeit zu erhalten“. Doch liege der letzte Auftrag der Stadt bereits neun Jahre zurück - „und da es nicht absehbar ist, in Zukunft einen Auftrag aus meiner Heimatkommune zu bekommen, werde ich ab sofort meine ehrenamtliche Tätigkeit einstellen müssen“, so Pfeiffer.

Salz in die offene Wunde hat die Stadt zudem mit der Beauftragung des Essener Büros „ökoplan“ für die Überprüfung möglicher Vorrangflächen für Windkraftanlagen gestreut. Ein solches Gutachten habe er selbst vor vielen Jahren für die Stadt erstellt, erinnert sich der Landschaftsarchitekt. „Zurzeit erarbeite ich für einen auswärtigen Auftraggeber ein Gutachten zu Windkraftanlagen. Aber aus Halver kam noch nicht einmal eine Anfrage für ein Honorarangebot. Wenn man hinterher gesagt hätte, dass der andere Anbieter günstiger sei, hätte ich das ja verstanden“, sagt Roland Pfeiffer, dessen Quittierung des ehrenamtlichen Dienstes für die Stadt nun Auswirkungen auf den Kreisverkehr an der Von-Vincke-Straße haben könnte. In jenem Arbeitskreis, in dem die Ideengeber des Stadtwappens als Schmuck sitzen, nahm Pfeiffer bekanntlich eine besondere Rolle ein. „Vielleicht kann man ja jetzt die größeren Büros, die aus Berlin, München, Düsseldorf oder Peking kommen, ansprechen, um die Gestaltung des Kreisels zu vollenden.“ - zach

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