Beim Warntag heulen in Halver 17 Sirenen

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Eine der insgesamt 17 Sirenen im Stadtgebiet befindet sich auf dem Halveraner Rathaus. Einmal im Monat werden die Sirenen in Halver ohnehin getestet.

Halver - Wenn die Sirenen heulen, dann wird immer eine Ausnahmesituation angekündigt. Große Brände, bei denen alle Kräfte der Feuerwehr zum Einsatz gerufen werden, oder eine Katastrophe, bei der die Menschen im Allgemeinen gewarnt werden sollen.

Am Donnerstag um 10 Uhr werden im gesamten Kreis – genau wie überall in NRW – die Sirenen aufheulen. Allerdings nur, um das Signal „Entwarnung“ zu verbreiten. An diesem Tag soll die Alarmierungskette überprüft werden.

Bis in die 1990er-Jahre hinein waren alle Sirenen an ein Netz angeschlossen, über das die Leitstellen den Alarm für die einzelnen Sirenen steuern konnten. Doch nach dem Ende des Kalten Krieges und der Einführung der sogenannten Funkmeldeempfänger hielt der Gesetzgeber die Sirenen für überflüssig. Viele der Geräte wurden zurückgebaut und auch der Alarmierungsweg für die verbliebenen Geräte umgebaut.

Die Stadt Halver hat sich am Rückbau allerdings nicht beteiligt. Im Gegenteil: An mehreren Stellen des Stadtgebiets sind sogar zusätzliche Sirenen installiert worden, weiß Michael Keil von der Feuerwehr Halver. „Wir haben ein bisschen aufgestockt.“ Glörfeld und Schwenke im Außenbereich gehören nun ebenfalls zu den Ortsteilen, wo bei Alarmlagen das Heulen zu hören ist. 17 Geräte sind es insgesamt im Stadtgebiet, zentral auf dem Rathaus, auf Feuerwehrgerätehäusern und auch auf dem Turm auf der Karlshöhe.

Zentral über Leitstelle gesteuert

Während aber andernorts die Anlagen mit Hand ausgelöst werden, ist Halver zentral gesteuert über die Leitstelle des Märkischen Kreises. Im Katastrophenfall sei es möglich, sowohl den Stadtalarm komplett und flächendeckend wie auch für die einzelnen Ortslagen anzusteuern, weiß Keil.

Dass die Sirenen morgen überhaupt ertönen, ist dem landesweiten Warntag geschuldet, den Innenminister Herbert Reul angeordnet hat. Doch es wird nicht bei dem Dauerton, der für Entwarnung steht, bleiben. Denn auch die Warn-App Nina wird aktiviert und so jeden, der diese auf seinem Smartphone installiert hat, auf den Warntag hinweisen – und sogar entsprechende Laufschriften im Fernsehen und Durchsagen im Radio soll es geben.

Damit sind auch dann nahezu alle Kanäle genutzt, die öffentlichen Stellen zur Verfügung stehen, um die Menschen im Land auf eine Gefahr aufmerksam zu machen. Dass die Sirenen funktionieren, wird ohnehin in Halver einmal im Monat getestet, jeweils an einem Samstag um 12 Uhr.

Vier Signale

Heute stehen noch vier Signale zur Verfügung, mit denen die Menschen auf Gefahren hingewiesen werden können beziehungsweise mit denen mitgeteilt wird, dass die Gefahr vorüber ist – oder mit denen Wehrleute in die Gerätehäuser gerufen werden. Warnung bei Gefahren: Ein auf- und abschwellender Dauerton. Erklingt dieser, sollten Radios eingeschaltet und auf Lautsprecherdurchsagen geachtet werden.

  • Entwarnung: Dauerton.
  • Probealarm: Eine Kombination aus den Tönen Entwarnung, Warnung und Entwarnung.
  • Alarmierung der Feuerwehr: Ein zweimal unterbrochener Dauerton.

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