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B54: Absenkung für Lkw im Volmetal verzögern sich

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Von: Florian Hesse

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Chaos auf der B54 im Volmetal
Chaos nach dem Unfall auf der B54 im Volmetal aufgrund der zu niedrigen Bahnbrücke. Die Absenkung der Fahrbahn wird ins Frühjahr verschoben. © Cornelius Popovici und Cédric Nougrigat

Die Vollsperrung der Bundesstraße 54 durch das Volmetal am Ortsausgang von Halver-Oberbrügge wird verschoben.

Volmetal - Der Landesbetrieb Straßen.NRW habe die Maßnahme zur Absenkung der Fahrbahn ins Frühjahr 2023 verlegt, sagt auf Anfrage Sprecherin Julia Ollertz.

Ursprünglich vorgesehen war es, die Absenkung unter dem Eisenbahnviadukt zeitlich parallel vorzunehmen mit identischen Arbeiten in Schalksmühle in Höhe Linnepermühle. Davon aber habe man Abstand genommen, um keine extrem weiten Umleitungen einrichten zu müssen.

Ziel beider Maßnahmen ist es, die Volmestraße, die parallel zur Autobahn 45 verläuft, auch für Lkw zu ertüchtigen. Erst in der vergangenen Woche war ein Container-Lkw in Oberbrügge in die Eisenbahnbrücke gekracht mit einer sechsstündigen Sperrung in der Folgezeit und chaotischen Verkehrsverhältnissen bis nach Halver hinein. Zurzeit haben beide Brückenbauwerke eine Durchfahrtshöhe von nur 3,90 Metern.

Wann die Sperrung der Volmestraße (B54) im Bereich Schalksmühle beginnt, ist noch nicht bekannt. Es gebe keinen konkreten Termin, so Julia Ollertz weiter. Nach Informationen unserer Zeitung hatte ursprünglich der 28. September, als der kommende Mittwoch, als Start für die Arbeiten mit gut sechswöchiger Vollsperrung im Raum gestanden mit Abschluss am 15. November. So jedenfalls war es den Kommunen noch in der vergangenen Woche mitgeteilt worden.

Für die Gemeinde Schalksmühle bedeuten die Arbeiten, dass der Verkehr aus dem Volmetal abgeleitet werden muss, und zwar über dieHälverstraße (Landesstraße 868) nach Oeckinghausen und von dort zurück über die Bundesstraße 229 nach Lüdenscheid-Brügge ins Volmetal.

Der Aufschub für die Fahrbahnabsenkung bei Oberbrügge bringt unter Umständen Zeit für eine andere Maßnahme, die die Halveraner SPD mit einem Antrag für den Hauptausschuss am Mittwoch ins Gespräch gebracht hatte. Dabei geht es um eine Ampelanlage an der Karlshöhe an der Kreuzung der Landesstraße 892 (Heerstraße) und 528 (Frankfurter Straße).

Der Antrag erhielt einstimmige Unterstützung vor dem Hintergrund, dass der Verkehrsdruck auf der L528 seit der Sperrung der A45-Talbrücke Rahmede massiv zugenommen hat und mit Sperrungen im Volmetal weiter steigen dürfte. Damit entsteht bei hohen Verkehrsaufkommen eine problematische Situation insbesondere für Linksabbieger von der Heerstraße, die kaum noch Lücken finden. Entsprechend bildet sich ein erheblicher Rückstau.

Ob es tatsächlich zu einer Beampelung des Knotenpunkts kommt, ist allerdings offen. Die Verwaltung der Stadt Halver ist jedenfalls beauftragt, in dieser Hinsicht beim Märkischen Kreis als Genehmigungsbehörde vorstellig zu werden.

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