„Länderspiel“: Rheinland schlägt Westfalen

Die Fans der Westfalen waren unter anderem mit Fahnen zum Anfeuern angetreten.

HALVER ▪ Es blieb spannend bis zum Schluss. Beim großen „Länderspiel“ Westfalen gegen Rheinland, das am Samstag in Woeste stattfand, führten nach der ersten Halbzeit zunächst die Rheinländer mit 1:0. Doch kurz vor Ende der zweiten Halbzeit konnten die Westfalen ausgleichen, es kam zum Elfmeter-Schießen. Hier mussten sich die Westfalen den Rheinländern mit 3:4 geschlagen geben.

Doch bei allem sportlichen Ehrgeiz: Im Vordergrund stand am Wochenende eindeutig der Spaß beider Mannschaften und der Zuschauer. „Es geht uns vor allem darum, Freundschaften im Grenzgebiet zu schließen und zu erhalten“, so Olaf Panne vom Team der Organisatoren rund um die Löschgruppe Bommert der Freiwilligen Feuerwehr Halver.

Mehr Bilder sehen Sie hier:

"Länderspiel" Westfalen gegen Rheinland

Die „Blauröcke“ zeichneten auch für die Verpflegung der Besucher auf dem Hof Hevendehl verantwortlich. Bei kühlen Getränken, Pommes, Bratwurst und Salaten konnten sich die Gäste stärken.

Bereits seit den 60er-Jahren gibt es das Duell zwischen Rheinland und Westfalen auf der Fußballwiese. Zwischendurch war die Veranstaltung eingeschlafen, wurde aber vor drei Jahren wieder reaktiviert. Seitdem treten die Bewohner der Grenzgebiete von Wipperfürth und Halver auf dem Rasen gegeneinander an. Mit dabei waren natürlich auch die Fans, die ihre Mannschaften lautstark anfeuerten. Damit auch die nicht auf dem Trockenen sitzen mussten, hatte die Löschgruppe Bommert eine „Pils-Feuerwehr“ eingerichtet. Von einem Trecker wurde ein kleiner Anhänger immer rund um das Spielfeld gezogen – natürlich mit Zapfanlage ausgestattet.

Indikator für den Spaß-Faktor war auch das „medizinische Rettungsteam“, das am Samstag während des Spiels im Einsatz war – lag ein Spieler „schwer verletzt“ am Boden, kamen Krankenschwester und Ärztin mit Spritzen vorbei. Allerdings waren die mit Schnaps für die Spieler gefüllt. Auch in der Halbzeitpause und nach dem Abpfiff kündigte Kommentator Michael Keil medizinische Versorgung an – jeweils gereicht in Form von Gerstensaft.

Die Siegerehrung nahm im Anschluss Bürgermeister Dr. Bernd Eicker vor, der das Spiel als eine „Attraktion“ für die Region bezeichnete. Er überreichte den Wanderpokal an die Rheinländer, die mit ihrem Trainer und ihren Fans ausgelassen feierten. Doch spätestens beim anschließenden Scheunenfest verschwammen die Grenzen zwischen Rheinland und Westfalen, und alle feierten friedlich bis in die Morgenstunden ▪ svh

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare