Spur-1-Modultreffen - Einzigartige Eisenbahnlandschaft auf 1,5 Kilometern Fahrstrecke

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Die Sporthalle an der Mühlenstraße verwandelte sich am Wochenende in eine riesige Eisenbahnlandschaft.

Halver - Viel zu entdecken gab es am Wochenende in der Sporthalle an der Mühlenstraße: Der Modelleisenbahnclub Halver hatte Eisenbahnfreunde aus ganz Deutschland und darüber hinaus eingeladen, aus ihren Spur-1-Modulen mit der Spurweite 45 Millimeter eine einzigartige Eisenbahnlandschaft zusammenzustellen.

Wer die „kleine“ Spur-1-Anlage im Vereinsheim kennt, weiß, wie viel Platz man braucht, um Eisenbahnen im Maßstab 1:32 fahren zu lassen. Die meisten Teilnehmer haben nicht so viel Platz in ihrem Zuhause, und für sie sind die Modultreffen in ganz Deutschland eine Möglichkeit, ihre in liebevoller Kleinarbeit gebauten oder doch zumindest zusammengestellten Züge auf eine lange Strecke zu schicken. 

Manche der Züge beim Modultreffen des MEC fuhren sogar mit echtem Dampf.

Viel Planung geht in die Zusammenstellung dieser Module und eine funktionierende Streckenführung ein. Die Elektroniker unter den Teilnehmern legten schon in der Nacht von Donnerstag auf Freitag eine Nachtschicht ein, damit die Technik funktionierte. Und auch das Abbauen ab Sonntagabend ab 18 Uhr und die teilweise weiten Fahrten nach Hause ließen die Nacht kurz werden. „Das ist mein Leben lang mein Hobby gewesen“, strahlte Moderator Uli Geiger und fand eine originelle Formulierung, um den großen Einsatz der Modellbahner zu würdigen: „Das ist ein mordsideeller Aufwand.“ Uli Geiger wurde nicht müde, Erklärungen zu der ungeheuren Fülle an Zügen zu liefern. 

Historische Stimmigkeit

Die Besucher bestaunten die Züge auf den 1,5 Kilometern Fahrstrecke.

Erich Schmidt, einer der 80 angemeldeten Modelleisenbahner, hob die Bedeutung der historischen Stimmigkeit der gezeigten Zuggarnituren hervor und zeigte ein Foto: Es dokumentierte quer verladene Goggomobile, ein kleines Nachkriegsfahrzeug, das quer auf einen Flachgüterwagen passte und genau so von ihm nachgebildet wurde. Auch sein Olympiazug von 1972 fuhr in genau der Poplackierung, die er auf der Strecke von Dortmund nach München gezeigt hatte. 

An vielen Modellen faszinierte vor allem die sorgfältige Patinierung, die künstliche Alterung, die vor allem Güterwagen ein realistisches Aussehen verlieh. Es war wohl vor allem das schöne Wetter, das die Besucherzahlen nur zögerlich steigen ließ. Eigentlich war die Eisenbahnpracht ein Muss – nicht nur für große und kleine Märker, sondern auch für Besucher mit einer längeren Anfahrtstrecke. Sie hätten den Besuch der Modulanlage mit einem Ausflug ins Sauerland verbunden, berichteten etwa zwei Besucher aus Gütersloh. Die Züge sonnten sich derweil in ihrer Rolle als Fotomodelle und Filmstars, und manche Lokführer trugen auch dazu bei, dass die Bilder nicht zu sehr verwackelten: „Soll ich mal anhalten?“

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