„Skip soll nicht ins Tierheim“

Annegret Bartens hat den Labrador-Mix Skip seit Januar in ihrer Pension. Ab Mai wollen seine Besitzer nicht mehr zahlen - und zurück haben wollen sie ihn auch nicht. - L. Weber

HALVER - Es gibt kein Zurück. Seine Besitzer haben Angst vor Skip. Labrador-Mix, vier Jahre alt. Also gaben sie ihn in die Hunde-Pension von Annegret Bartens. Seit Januar lebt er dort. Ab Mai wollen seine Herrchen nicht mehr zahlen und Skip soll ins Tierheim. Doch das möchte Tierfreundin Bartens wiederum nicht. Sie steckt in einer Zwickmühle. Denn dauerhaft kann auch sie ihm kein Zuhause geben.

Er ist groß und schwarz. Und das ist sein Problem. „Wenn der erst einmal in einem Tierheim landet, dann war’s das“, sagt Annegret Bartens. Sie weiß, wie schwer „solche Hunde“ zu vermitteln sind. Skip ist eben nicht klein und niedlich. Zu Annegret Bartens scheint er freundlich zu sein. Auf der Wiese hinter ihrem Haus in Magdheide spielen die zwei. Der vierjährige Rüde kann nach Lust und Laune graben und die Welt erkunden.

„Er schlunzt gerne herum. Kennt es nicht anders“, sagt Bartens. Ihr Blick wird ernst. Skip kam auf einem Bauernhof zur Welt. Und dann zu seiner neuen Familie. Die hätten vielleicht einfach nicht die Zeit gehabt, die er gebraucht hätte, vermutet die Hunde-Expertin. Irgendwann hat Skip die Oma der Familie in den Arm „geknufft“. Wie stark und warum, das lässt sich nicht rekonstruieren. Dann kam er zu einem Verwandten an die polnische Grenze. Der hatte Kaninchen - und Skips Jagdinstinkt erwachte. Daraufhin kam er zu Annegret Bartens. Nicht zum ersten Mal - sie betreute ihn in der Vergangenheit auch während der Ferien.

„Er ist ein Guter. Aber er braucht Leute, die ihm Grenzen aufzeigen. Und bei denen er der einzige Hund ist“, sagt sie. Das Problem sei, dass er eine gewisse Anlaufzeit braucht. „Auf fremde Menschen reagiert Skippy sehr zurückhaltend und unsicher.“ Genau deswegen will sie verhindern, dass der Rüde ab Mai in einem Tierheim sitzt. Der scheue, große, schwarze Hund - er würde auf die Wenigsten eine positive Ausstrahlung haben. Weil sie selbst schon drei große Hunde hat, kann sie ihn nicht behalten. Auch aus Kostengründen. „Falls sich jemand für ihn findet, würde ich aber beim Start helfen.“ q Lisa Weber

Annegret Bartens ist unter Telefon 0 23 53 / 36 08 zu erreichen.

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