Weniger Besucher beim weihnachtlichen Kunstmarkt

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"Schlechtes Wetter gibt es nicht", meinten die Standbetreiberinnen Lena Arnold (links) und Sarah Neumann.

Halver - Wohl dem, der ein trockenes Plätzchen fand! Ungemütliches, nasskaltes Regenwetter begleitete am Wochenende den alljährlichen weihnachtlichen Kunstmarkt an der Heesfelder Mühle.

„Ich komm’ zwar aus der Stadt der Wupper“, meinte Viola Grefrath, die das kulinarische Angebot des Marktes mit ihren köstlichen Suppen bereicherte, zu den Wetterkapriolen, die sich – zumindest am Samstag – auch in den Besucherzahlen niederschlugen. „Aber das Wetter habe ich nicht bestellt.“ Anderswo hieß es unbekümmert: „Wie heißt es so schön: Schlechtes Wetter gibt es nicht, nur schlechte Kleidung.“ 

Wie auch immer – drinnen in der alten Schule, wo Willu Steding aus Lüdenscheid ihre bezaubernde Glaskunst präsentierte, im „Mühlencafé“ über dem Bioladen der Genussmühle und in der Scheune war es deutlich gemütlicher als draußen im Dauerregen. 

Weihnachtliche Atmosphäre 

Nichtdestotrotz war auch das Außengelände, wo es neben Suppen von Vivis Suppenzauber, Reibeplätzchen, Bratwürstchen, Glühwein, Stollen, Brot und Rönsahler Weihnachtsbier auch Keramik (Marion Drenske), Kuscheltiere mit individueller Bestickung (Maike Hauck), Hundespielzeug und Geschenkartikel (Sarah Neumann) und maßgefertigtes Pet Decor für Vierbeiner (Lena Arnold) gab, liebevoll geschmückt. Lichterketten, Tannen, Schlitten, Feuertonnen und Geschenkpäckchen fingen weihnachtliche Atmosphäre ein – der Wettertristesse zum Trotz. 

Gern gesehener Gast auf vielen Märkten: Senf & Mehr. Dieser Stand war einer von insgesamt 20, die sich auf dem Gelände der Heesfelder Mühle verteilten.

Kinder waren bei Thomas Pütter zum Schmieden und zu märchenhaften Wanderungen mit Anja Büren eingeladen. Bastelangebote steuerte am Sonntag der BUND bei. Auf der Naturbühne hieß es Open Stage. Angesagt hatte sich unter anderem die Kinderband Wild Wings. Auch Binyo griff zur Gitarre. Seinen besonderen Charme bewahrte sich der weihnachtliche Kunstmarkt in den historischen Gebäuden. 

Im Mühlengebäude, wo die Besucher Kaffee und Kuchen genießen konnten, gerieten die stimmungsvollen Schwarz-Weiß-Fotografien von Rüdiger Rohmann zum imposanten Blickfang. Kleine Kunstwerke waren die Keks-Schneemänner, Sterne & Co. von Ute Koch. Aus Holz und Metall gefertigt, inspirierten die Elche und Eulen von Ulrike Martin die Fantasie. Auch in der Scheune, wo es Naturseifen aus dem Naturseifengarten von Klaus und Elke Pichlbauer, Gefilztes, warme Strickmode, Schmuck, Weihnachtssterne und vieles mehr gab, weihnachtete es sehr. 

Bummeln, schauen und staunen

Zum Verschenken und sich selber Schenken, zum Dekorieren und Verwöhnen fand sich beim Bummeln, Schauen und Staunen entlang der Stände viel Individuelles, Originelles und Besonderes. Ob bei Gerd Robakowski, der aus Altersgründen letztmalig seine kunstvollen Schwibbögen – liebevoll in aufwendiger Handarbeit aus ausgesuchten Hölzern gefertigt – präsentierte, oder bei Annette Meyer mit ihren niedlichen Schmuckkästchen: Überall gab es Feines zu entdecken. 

Weihnachtlicher Kunstmarkt an der Heesfelder Mühle

Von warmen Wollsachen (Angelika Zippel) über Drechsel- und Laubsägearbeiten (Hans-Jörg und Elke Berthold) bis zu den Schmuck-Unikaten von Andrea Rosowski („Perlenwolke“) reichte das Angebot. An bestickten Tischdecken blieb das Auge hängen, ebenso an Senf, Balsamico und Likören für die Weihnachtsküche daheim. 

Mehr als 20 Aussteller fanden sich zum weihnachtlichen Markt vor historischer Kulisse ein. Nur das Wetter spielte nicht wie gewünscht mit.

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