Große Resonanz auf Expo-Art Halver

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Halver - Auf großes Publikumsinteresse stieß am Wochenende die Kunstausstellung „Expo-Art 4“ des Vereins Aktion Kunsttreff im Kulturbahnhof. Gedrängel gab es nicht nur in den Gängen zwischen den Werken: 31 Künstler und der Fotoclub Halver zeigten in dem durchaus begrenzten Raum ihre Gemälde, Skulpturen und Fotografien.

Viele von ihnen hätten sicherlich auch eine spannende Einzelausstellung bestücken können. So durften und mussten sich die Besucher ihre persönlichen Pfade durch die unglaubliche Fülle bahnen, die Bürgermeister Michael Brosch knapp zusammenfasste: „Alles ist dabei!“ Er dankte der Organisatorin Karin Schloten-Walther und dem Verein Vakt für das Engagement und freute sich über die vielen Teilnehmer aus Halvers Nachbarstädten und der ganzen Region. 

Der Bürgermeister erinnerte angesichts des „grenzenlosen Feldes zum künstlerischen Experimentieren“ an den Hagener Kunstmäzen Karl-Ernst Osthaus, der mit dem von ihm gegründeten Folkwang-Museum einst die Auseinandersetzung mit jener Kunst gefördert habe, „die für weite Bevölkerungsteile erfahrbar sein soll“. Das bedeute nicht automatisch, das Gesehene gutzuheißen, erklärte Michael Brosch: „Es ist eine Einladung, sich an den Exponaten zu erfreuen oder sich daran zu reiben.“ 

Wege durch die Bilderfülle 

Und so bahnte sich jeder Besucher seinen persönlichen Weg durch eine Bilderfülle, die sich natürlich nicht auf einen Nenner bringen ließ. Der Verein Aktion Kunsttreff hatte bewusst keine Jury zwischen die Künstler und die Ausstellung gebracht. Die Teilnehmer hatten deshalb die Freiheit, selber zu entscheiden, was sie zeigen wollten. Die größten Werke waren dabei einige Rauminstallationen, man könnte auch sagen „Sitzgruppen“, die Karin Schloten-Walther und andere Teilnehmer zu bunten Kunstwerken umgearbeitet hatten. Natürlich gab es zwischen Kunstwerken, Künstlern und Besuchern keinen Platz für irgendwelche Sitzgelegenheiten, und so ließ sich der eine und die andere sehr zögerlich und mit großem Respekt auf den farbigen Sitzflächen nieder. 

Für die Stärkung hatten die Teilnehmer selber gesorgt und das Gesamtkunstwerk eines großen Buffets organisiert. Das „Prosit!“ kam von der Künstlerin Katharina Mund aus Halver, die aus Stoff ein perlendes Sektglas im Stil von Hundertwasser geschaffen hatte: „Ich trink auf dein Wohl!“ Besonders auffällig waren in diesem großen Angebot die Skulpturen von Manfred Fürth aus Kürten. Er brachte in mehreren Werken mythologische Motive mit grotesk verformten Musikinstrumenten zusammen. Bei den Bildern gab es so ziemlich alles von der eher unifarbenen Kohlezeichnung bis zu knallbunten Acryl- und Ölgemälden. Sophia Beste aus Kierspe hatte drei herzallerliebste Kinderbilder ausgewählt – zwischen dem Schlaf auf Mamas Rücken mit dem Titel „Erschöpfung“ und fröhlichen wachen Gesichtern. 

Buffet und Gitarrenklänge 

Jochen Marxmeier aus Halver zeigte seine Clowns in knallbunten Farben mit durchaus ernsten Gesichtern. Hans-Peter Friedrich pries das schöne Leben mit einem Bild, in dem Miles Davis und Carlos Santana scheinbar für einen Badenden und sein Quietscheentchen aufspielen. Er bringt es fertig, aus seinem Boot eine Badewanne zu machen, ohne es dadurch zu versenken. See und Meer ohne derartige Scherze präsentierte Helmut Brassel aus Breckerfeld – auch diese Bilder zogen die Blicke auf sich. Die Besucher konnten sich ihre persönlichen Favoriten aus der Fülle an Bildeindrücken heraussuchen, mit anderen ins Gespräch kommen, der Gitarrenmusik lauschen und sich – zumindest während der Vernissage am ersten Abend – am reichhaltigen Buffet stärken.

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